Gebrannt, gemauert und preisgekrönt

Gebrannt, gemauert und preisgekrönt

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Teaserbild-Quelle: zvg
 
 
Wie innovativ und vielfältig Backstein ist, zeigt alle zwei Jahre der Brick Award. Denn neben der ästhetischen Gestaltung liegen die Stärken dieses traditionsreichen Baustoffs auch in der Nachhaltigkeit und der Ökologie. Heuer vergab die Wienerberger AG zum fünften Mal seit 2004 den «Brick Award» für herausragende, moderne Backsteinarchitektur. Der «Brick Award 2012» ist mit insgesamt 27 000 Euro dotiert, gekürt wurden die fünf Sieger von einer internationalen Experten-Jury. Von 7. Juni bis 20. Juli sind diesjährig ausgezeichneten Bauten in einer Ausstellung der ETH Zürich zu sehen. Zudem wirft die Schau mit der Präsentation aller eingereichten Projekte aus der Schweiz auch einen Blick auf die aktuelle hiesige Backsteinarchitektur.
 
Der Gesamtsieger und Preisträger der Kategorie «Speziallösung mit Ziegel» ist das von Peter Rich erbaute Museum Mapungubwe Interpretation Centre in Südafrika (Mehr dazu im Film am Ende des Textes). In neu interpretierter, historischer Gewölbetechnik vereint sich das Gebäude mit seiner natürlichen Umgebung. Der Bau gehört seit 2003 zum Unesco Weltkulturerbe.
 
In den vier weiteren Kategorien zeigt sich die Vielfalt von Backstein ebenfalls: So beweisen der Architekt Bart Lens mit seinem Projekt «Kaninchenbau» (Kategorie «Einfamilienhaus») und der Architekt Panák mit einem Wochenendhaus und Studio (Kategorie «Umbau») viel Gespür mit bereits bestehender Bausubstanz. Die Architekten Francisco und Manuel Aires Mateus zeigen mit ihrer Seniorenresidenz in Alcácer do Sal (Kategorie «Wohnbau»), dass sozialArchitektur nicht auf Ästhetik verzichten muss. Für ein skulpturales Umspannwerk aus kohlschwarzem Ziegel, erstellt für die Olympischen Spiele 2012, wurde das Architekturbüro NORD (Kategorie «Nicht-Wohnbau») ausgezeichnet. (mai/mgt)
 
Adresse und Öffnungszeiten
Architekturfoyer, HIL, Hönggerberg, ETH Zürich
Montag bis Freitag, 8 bis 22 Uhr, Wochenenden und Feiertage geschlossen