Geberit mit deutlich tieferem Gewinn

Geberit mit deutlich tieferem Gewinn

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Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 111,7 Millionen Franken und damit 8 Prozent weniger Reingewinn erzielt als in der Vorjahresperiode. Grund für den Rückgang ist unter anderem der starke Franken.
 
Das Betriebsergebnis (EBIT) war weniger von Fremdwährungseffekten betroffen. So fiel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 5,6 Prozent auf 130,5 Millionen Franken. Dies teilte Geberit heute Donnerstag mit. Die operativen Ergebnisse seien insgesamt mit Währungsverlusten von 10 Millionen belastet gewesen. Rund 30 Millionen vernichtete laut Medienmitteilung der starke Franken beim Umsatz. Dennoch hat das Unternehmen im ersten Quartal 2012 einen leicht höheren Umsatz erzielt. Geberit setzte insgesamt 568,9 Millionen und damit im Vergleich zur Vorjahresperiode 1 Prozent mehr um. In Lokalwährungen stieg der Umsatz um 6,6 Prozent. Währungsbereinigt am stärksten wuchs die Region Europa mit +7,1 Prozent. Die Geschäftsregionen Amerika (+3,3 Prozent) und Nahost/Afrika (+2,6 Prozent) legten ebenfalls zu. Dagegen büsste Geberit in Asien ein. Der Umsatz in dieser Region ging wegen eines schwächeren Projektgeschäfts um 3,4 Prozent zurück.

Mehr Personal nötig

Die Ergebnisse wurden laut Geberit nebst dem starken Franken auch von höheren Kundenboni beeinflusst sowie von einem höheren Personalaufwand. Im Vergleich zum Vorjahr beschäftigt der Konzern mehr Mitarbeiter. Grund ist ein Kapazitätsaufbau, damit das Umsatzwachstum bewältigt werden kann. Der grössere Personalbestand sowie Gehaltserhöhungen hätten zu höheren Kosten geführt, heisst es.
 
Das Geberit-Management zeigt sich zufrieden mit dem „den eigenen Erwartungen entsprechenden“ Ergebnis. Beim Umsatz habe sich der positive Trend aus dem Vorjahr fortgesetzt, schreibt Geberit. Das laufende Jahr werde in der Bauindustrie von politischen und volkswirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt sein, prognostiziert die Konzernleitung. In Europa etwa sei ein positiver Trend im Wohnungsbau zu erwarten. Die Bauwirtschaft in Amerika hingegen stecke in der Krise. Die Ergebnisse des ersten Quartals stimme die Unternehmensleitung aber zuversichtlich, dass im Gesamtjahr 2012 erneut solide Ergebnisse erzielt werden könnten. 2011 verdiente Geberit rund 384 Millionen Franken und setzte 2,123 Milliarden Franken um. (sda)