Geberit-Chef Buhl blickt optimistisch ins 2017

Geberit-Chef Buhl blickt optimistisch ins 2017

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Beim Sanitärtechnik Konzern zeigt sich Konzernchef Christian Buhl zufrieden mit den Geschäften im ablaufenden Geschäftsjahr. Für 2017 rechnet er mit einer gestärkten Position wegen der zunehmenden Integration von Sanitec - dies erklärte er in einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur AWP.

Die bis anhin grösste Übernahme von Geberit, der finnischen Sanitec vor rund zwei Jahren, kurz vor dem Antritt des Konzernchefs Chrsitian Buhl stellt ein Meilenstein für die Geberit-Gruppe dar. Seit Anfang Jahr wird die Organisation nun zusammengelegt. Buhl zeigt sich mit dem Verlauf der Integration zeigt "sehr zufrieden". Mit Blick auf die Synergien sei Geberit dem eigenen Fahrplan gar etwas voraus. Noch für dieses Jahr erwartet Buhl, dass Geberit "über die Hälfte der geplanten Synergien von 45 Millionen Euro" in den Büchern haben wird. Bis 2018 soll die Integration abgeschlossen sein. Bis dahin stehen laut Buhl die Harmonisierung der Prozesse und Systeme im Vordergrund. So sei im Bereich IT noch viel zu tun.

Für das gesamte Jahr 2016 bestätigt Buhl für Geberit ein organisches Umsatzwachstum in Lokalwährungen von fünf Prozent. Trotz des jüngst wieder erstarkenden Frankens erwartet Buhl einen positiven Währungseffekt. Und er bestätigt auch, dass das vierte Quartal schwächer ausfallen wird als die ersten neun Monate. Geberit hatte den Umsatz um 10,1 Prozent auf 2,17 Milliarden Franken gesteigert. Währungsbereinigt waren es 6,5 Prozent gewesen. Wegen der tiefen Rohmaterialkosten und wegen der Synergieeffekte aus der Übernahme der Sanitec war der Gewinn um 38,6 Prozent auf 469,1 Millionen Franken geklettert.

Wie Buhl weiter sagte, wird das vierte Quartal vor allem wegen zweier fehlender Arbeitstage schwächer ausfallen. Grundsätzlich laufe das Geschäft weiterhin gut. Treiber ist vor allem Deutschland mit einem Umsatzanteil von 30 Prozent. Die Nachfrage ist dort gemäss Buhl "sehr stark". Einziger Wermutstropfen sei, dass in Deutschland Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt fehlten und damit das Wachstumspotential beschränkt sei. Derweil profitiert Geberit auf dem Heimmarkt indirekt von den Negativzinsen. Der Immobilienmarkt laufe bereits auf hohem Niveau und werde weiter gestützt, weil Investoren Renditemöglichkeiten suchten. "Im Umfeld der Negativzinsen wird weiterhin investiert, etwa auch von Pensionskassen", erklärt Buhl. Kurzfristig erwartet er keinen Rückgang.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnet der Geberit-Chef zwar mit steigenden Rohmaterialpreisen, auch würden die Märkte ausserhalb Europas "herausfordernd" bleiben. Aber: Die Integration von Sanitc werde die Position von Geberit weiter stärken. (mai/sda)