Gebäudeprogramm bis 2015 verlängert

Gebäudeprogramm bis 2015 verlängert

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Teaserbild-Quelle: Hartmut910/pixelio.de
Das Programm für die energetische Sanierung von Gebäuden wurde Opfer seines eigenen Erfolgs: Die für die ersten fünf Jahre (2010-2014) vom Bund bereit gestellten finanziellen Mittel werden in diesen Tagen ausgeschöpft sein. Nun haben Bund und Kantone das Programm um ein Jahr verlängert.
 
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Energetsiche Gebäudesanierungen werden auch weiterhin unterstützt.
 
Damit sind zusätzlich rund 110 Millionen Franken für die Förderung von Umbauten verfügbar. Das Gebäudeprogramm bezahlt der Bund mit einem Drittel der Einnahmen aus der CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoffen, weitere finanzielle Unterstützung erhält das Programm von den Kantonen. – So können jährlich zu 133 Millionen Franken ausgeschüttet werden.
 
Bundesrätin Doris Leuthard, der Freiburger Staatsrat Beat Vonlanthen als Präsident der kantonalen Energiedirektorenkonferenz und Ständerat Pankraz Freitag (FDP/GL) als Präsident des Steuerungsausschusses des Programms vereinbarten die Verlängerung bis Ende 2015. Damit ist sichergestellt, dass Projekte, die die Kriterien für die Förderung erfüllen, auch weiterhin mit Einnahmen aus der CO2-Abgabe unterstützt werden können.

120 Franken CO2-Abgabe pro Tonne?

Zudem soll eine Arbeitsgruppe soll bis Mitte nächsten Jahres festlegen, wie es mit dem im CO2-Gesetz verankerten Gebäudeprogramm ab 2016 weitergeht. Bis Mitte dahin soll auch bekannt sein, um wie viel die CO2-Abgabe ab 2014 erhöht wird. Ausserdem werden dann die Resultate der Vernehmlassung zur Energiestrategie 2050 und damit zur weiteren Entwicklung des Gebäudeprogramms vorliegen.
 
Künftig könnten aus der CO2-Abgabe mehr Mittel für das Gebäudeprogramm fliessen: Der Bundesrat will die CO2-Abgabe ab 2014 in drei Schritten erhöhen. Dies schlägt er im Vernehmlassungsentwurf zur CO2-Verordnung vor. Zurzeit beträgt die Abgabe 36 Franken pro Tonne CO2 oder 9 Rappen pro Liter Heizöl, ab 2014 könnten sich die Abgabe auf 60 Franken betragen. Weitere Erhöhungen könnten gemäss Vorschlag 2016 und 2018 vorgenommen werden. Dann käme kann die Abgabe maximal auf 120 Franken pro Tonne zu stehen kommen.