Gastronomie als prickelndes Erlebnis

Gastronomie als prickelndes Erlebnis

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Teaserbild-Quelle: EVZ
Ob am Eishockeymatch, mal schnell über Mittag, zum abendlichen Dinner oderfür einen Schlummerdrink: Besucher der Bossard Arena und des Hochhauses Uptown kommen das ganze Jahr über in den Genuss eines attraktiven und vielseitigen Gastronomieangebots.
 
 
Von Robert Stadler
 
Ein Glas Prosecco in der Skylounge zuoberst im Uptown oder ein Mittagsmenu in der 67 Sportsbar? Studieren Sie über nachstehende Links die aktuellen Speise- und Getränkekarten.
 
Innerhalb kurzer Zeit haben sich Bossard Arena und Uptown – nicht nur für Hockeyfans – zu beliebten Treffpunkten für Restaurant- und Barbesucher entwickelt. Die ganz unterschiedlich positionierten Lokale bieten für jeden Geschmack etwas.
 
67 Sportsbar
Betont gepflegt, aber dennoch sportlich locker – so lässt sich die Atmosphäre in der SixtySeven Sportsbar in der Bossard Arena beschreiben. Das Angebot des in zeitgemässem Design gestalteten Lokals reicht von Kaffeespezialitäten über schnelle, preiswerte Mittagsmenüs bis zu Snacks sowie «Bits and Bites» im amerikanischen Stil. Nebst frischen Säften und anderen gesunden Durstlöschern gibt es eine breite Bierauswahl, verschiedene Cocktails und ein wechselndes Weinangebot. Während des Essens und Trinkens kann man sich auf Flatscreens aktuelle Sportübertragungen ansehen.
 
Legends Club
Legends Club nennt sich das VIP-Restaurant für Donatoren-Clubs, EVZ-Gäste und Sponsoren. Es befindet sich in der Verlängerung der 67 Sportsbar und bietet an Spieltagen 110 Sitzplätze und eine Vorzone mit grosser Bar und Lounge. Hier wird in einer gediegenen und ruhigen Atmosphäre eine gehobene Gastronomie angeboten. Vor den Spielen wird ein saisonal angepasstes Dreigangmenü mit zwei Hauptgang-Alternativen serviert, dazu eine kleine Snackkarte für «Last-Minute-Gäste» im Loungebereich. Nach Spielbeginn lässt sich der Legends Club in eine Steh- und Barzone umwandeln, um in den Pausen mehr Gästen Platz zu bieten. An matchfreien Tagen kann diese auch für Gruppen und Anlässe reserviert werden. Der hintere Bereich lässt sich separat für Seminare, Meetings und Präsentationen nutzen, wozu Beamer, Leinwand und Audioanlage als Ausstattung zur Verfügung stehen.
 
Dine & View
Bisher einzigartig in Schweizer Hockeystadien ist diegegen das Spielfeld ausgerichtete Terrasse Dine & View. An bester Lage kann man bequem das Spiel verfolgen und sich gleichzeitig kulinarisch verwöhnen lassen. Die Terrasse umfasst 80 Sitzplätze. Ein «All-inclusive-package» kostet 175 Franken und beinhaltet den Eintritt für das Spiel, das Dine & View-Buffet sowie auserlesene Weine, Bier, Mineral und Softgetränke. Jeden Montagmittag ab 11.45 Uhr bietet sich auf der Terrasse zudem die Möglichkeit, das Training der 1. Mannschaft des EVZ live mitzuerleben und gleichzeitig einen Businesslunch zu geniessen. An matchfreien Tagen kann die Zone auch für Gruppen und Anlässe exklusiv gebucht werden; zusätzlich sind für spezielle Abende auch Menüs oder Buffets buchbar. Betrieben wird der gesamte Gastrobereich der Bossard Arena durch die EVZ Gastro AG, einer 100-prozentigen Tochterfirma der EVZ AG. Geschäftsführer ist Silvio Tschudi, der zuvor als Director of Food & Beverage im Hotel Dolder Grand in Zürich tätig war (siehe Kurzinterview). Während der Eishockeysaison beschäftigt die EVZ Gastro AG rund dreissig Festangestellte, im Sommer deren zwanzig. An einem Spielabend stehen zusätzlich rund 100 Aushilfen im Einsatz. Im ersten Betriebsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von respektablen 4,4 Millionen Franken.
 
Skylounge
Während das Dine & View und der Legends Club die gastronomischen Highlights in der Bossard Arena sind, ist dies im Hochhaus Uptown die Skylounge. Das öffentlich zugängliche Lokal im 18. Obergeschoss bietet eine fantastische Aussicht auf die Bergwelt, den Zugersee und das Stadtzentrum. Im sehr gediegen eingerichteten Lokal besteht je nach Bestuhlung ein Angebot von 60 bis 80 Sitzplätzen. Dazu kommen etwa 20 Stehplätze an der Bar. Die Eröffnung fand Anfang Juli 2011 statt und stiess in Zug auf grosses öffentliches Interesse. Der Betrieb ist gut angelaufen, wie Geschäftsführer Rolf Engeler die bisherigen Erfahrungen gegenüber «ZugUp!» zusammenfasst (siehe Kurzinterview). Engeler, der im Hertiquartier aufgewachsen ist, im Restaurant Hecht in Zug Koch gelernt hat und später unter anderem für das Mövenpick und das Hiltl in Zürich tätig war, steht heute einem 18-köpfigen Team aus grösstenteils vollzeitangestellten Mitarbeitenden vor. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 11 bis 24 Uhr, Donnerstag und Freitag bis 02 Uhr, Samstag 16 bis 02 Uhr.
 
GG6
Das GG6 im Erdgeschoss bietet mittags vier Tagesmenüs an. Am Abend steht ein breites Angebot an à-la-carte-Gerichten zur Auswahl. Das Restaurant führt eine regionale, eher traditionell inspirierte Küche, interpretiert diese aber neu. Dass vor allem in der Skylounge ein vielfältiges Angebot an Cocktails und Long Drinks sowie zahlreiche erlesene Weine zur Auswahl steht, muss hier im Einzelnen nicht extra betont werden. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 09 bis 24 Uhr, am Donnerstag und Freitag bis 02 Uhr, Samstag 16 bis 02 Uhr. Betreiber der Skylounge wie auch des Restaurants GG6 im Erdgeschoss ist die Uptown Gastro AG mit Sitz in Baar. Die Hauptküche für beide Restaurants befindet sich im Erdgeschoss. Hier werden auch die Speisen für die
Skylounge vorbereitet, die dann in der kleineren Küche im 18. Stock fertig gekocht und angerichtet werden.
 
 

Interviews

Vier Fragen an Rolf Engeler

 
Herr Engeler, die Skylounge wurde ziemlich unspektakulär, ohne rauschendes Fest, eröffnet. Weshalb die Zurückhaltung?
Wir taten es bewusst in einem ruhigen Rahmen, denn wir durften davon ausgehen, dass die Besucherzahl schnell ansteigen würde. Die Neugierde auf die Skylounge war nämlich extrem gross. Auch wurde so viel darüber geschrieben, dass wir bei zusätzlicher Werbung mit einem Massenansturm hätten rechnen müssen. Die Erfahrungen zeigen, dass wir mit unserer Annahme richtig lagen. Die Besucherfrequenz ist gross und noch immer wachsend. Die Skylounge ist für Zug eine echte Attraktion – und als solche fast zu klein.
 
Dafür findet man im GG6 leichter einen Platz...
Ja, im GG6 im Erdgeschoss haben wir tatsächlich noch einen gewissen Nachholbedarf in Bezug auf unsere Bekanntheit. Aufgrund der bis Oktober dauernden Arbeiten am Arenaplatz war der Zugang wenig attraktiv. Darunter hat unser Betrieb gelitten. Ab dem nächsten Frühjahr, wenn einmal die Bäume entlang der General Guisan-Strasse gepflanzt und die Sitzmöblierungen aufgestellt sind, wird sich das ändern. Da sind wir zuversichtlich.
 
Zurück zur Skylounge. Was tun Sie, wenn zu viele Personen auf einmal im Lift hochfahren möchten?
Dieses Problem besteht vor allem nach EVZ-Heimspielen am Freitag oder Samstag, wenn die Bar ohnehin schon gut besetzt ist. Da kommen wir oft nicht um eine Zutrittsbeschränkung herum. Nach drei oder vier vollen Liftkabinen ist auch die Skylounge bereits voll besetzt. Da heisst es dann: «First come – first serve».
 
Erhält ein typischer Fan in Vollmontur, auch wenn er schon etwas getrunken hat, Zutritt zur Skylounge?
Wenn ein Fan anständig gekleidet ist und sich höflich benimmt, ist er bei uns selbstverständlich herzlich willkommen. Richtige Fans gehören nun mal zu einem richtigen Eishockey-Club und tragen viel zur guten Stimmung bei. Wenn jemand – ob Fan oder nicht –
offensichtlich angetrunken zu uns kommt, sieht das natürlich anders aus. Da fahren wir eine klare Linie. Bisher hatten wir in dieser Hinsicht noch keine grösseren Probleme.
 

Vier Fragen an Silvio Tschudi

 
Herr Tschudi: Die Bossard Arena ist bei Spielen des EVZ oft ausverkauft. Wie viel und was konsumieren Ihre Hockeygäste hauptsächlich?
 
Vor allem bei den Getränken ist das Konsumationsverhalten stark von Jahreszeit und Witterung abhängig. Anfang Saison, im Spätsommer und Frühherbst, verkaufen wir viel Bier, im Winter dagegen viel Kaffee Schnaps. Im Durchschnitt konsumiert ein Match-
besucher eine Zwischenverpflegung und ein bis zwei Getränke. Bei mehr als 7000 Zuschauenden kommt da schon einiges zusammen. Für unsere Küche besonders anspruchsvoll ist natürlich die Verpflegung im Legends, den Logen und auf der Dine & View Terrasse.
 
 
Ist die Terrasse immer ausgebucht?
Anfang Saison war dies nicht der Fall, seit Ende September sind wir nun aber für die ganze Qualifikationsrunde ausgebucht – und während der Playoffs wird dies ohnehin so sein. Es gibt übrigens keinerlei Restriktionen in Bezug auf die Nutzer. Die Terrasse kann von jedermann gebucht werden.
  
Welches Publikum kommt?
Nebst dem gewöhnlichen Fan, der beispielsweise seine Freundin hierher einlädt, wird Dine & View vor allem von Firmen gebucht, die ihren Kunden ein besonderes Spektakel bieten möchten. Ein Vorteil für sie ist, dass sich die Kosten genau kalkulieren lassen. Und wer einmal dabei war, ist begeistert. Wir erhalten sehr viel positives Feedback. Die Atmosphäre ist ja auch einmalig.
 
Wie läuft es im Legends Club und in der 67 Sportsbar?
Dank der Mantelnutzung können wir unsere Gastronomie auch an Nichtspieltagen ausreichend auslasten. Das ist betriebswirtschaftlich sehr wichtig. Der Legends Club wird im Schnitt vier Mal pro Woche für Seminare und/oder Bankette genutzt. In der Stadt Zug sind Lokalitäten mit einem Platzangebot von bis zu 200 Personen Mangelware. Da füllen wir mit dem Legends Club eine Angebotslücke. Und was die 67 Sportsbar betrifft: Wir haben inzwischen viele treue Stammgäste, vor allem über Mittag. Bisher läuft also alles bestens.
 
 
Die Fragen stellte Robert Stadler.