Gas im Tessin, Wind in Freiburg

Gas im Tessin, Wind in Freiburg

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Die BKW-Tochter Sol-E Suisse AG hat mit dem Bau der ersten Biogas-Anlage im Tessin begonnen. Daneben plant sie im Kanton Freiburg einen Windpark.
 
Zusammen mit einem Bauernbetrieb und einem Gemüseproduzenten erstellt die Sol-E Suisse in der Industriezone von Cadenazzo für 3,3 Millionen Franken die Anlage „Biogas Piano di Magadino“. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Oktober. Mit der Inbetriebnahme rechnet man Ende Jahr. Dies teilte die BKW mit.
 
Die Anlage wird Gülle, Mist und Rüstabfälle aus der Gemüseproduktion verwerten, aber auch Speiseabfälle. Damit soll die Anlage einen wichtigen Beitrag zur Abfallentsorgung in der Region leisten. Es ist vorgesehen, dass die Anlage "Biogas Piano di Magadino" jährlich 1,5 Millionen Kilowattstunden(kWh) Strom erzeugt. Dies entspricht dem Bedarf von rund 400 Haushalten. Die Jahresproduktion an Wärme soll 1,3 Mio kWh betragen. Die Wärme wird einerseits in benachbarten Industriegebäuden verwendet. Andererseits wird sie genutzt werden, um Speiseabfälle vor der Vergärung aufzubereiten. Wie die BKW mitteilt, lassen sich so jährlich 1500 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.
 
Die Sol-E Suisse AG hat bereits zwei Biogas-Anlagen in Betrieb, in Pruntrut JU und Ittigen, wie BKW-Sprecher Antonio Sommavilla auf Anfrage sagte. Im Bau befindet sich eine Anlage in Bätterkinden BE, dazu kommen Projekte in Avenches VD und Frutigen BE.

Windpark in Freiburg

Während die Sol-E Suisse im Tessin in Biogas investiert, plant sie im Kanton Freibug einen Windpark, und zwar zusammen mit der BKW, der Groupe E Greenwatt und Gruyère Energie. Als Standort ist das Gebiet der Gemeinden Cerniat und La Roche vorgesehen. Der Standort sei im Richtplan des Kantons Fribourg erfasst, teilt die Sol-E Suisse mit. Das Baugesuch für die Installierung von Messmasten werde in den nächsten Tagen eingereicht. Eine Studie zur Ermittlung des Windpotenzials, „umweltpolitischer Beschränkungen“ sowie der Zugangsmöglichkeiten des Standorts würden Typ und Anzahl Windgeneratoren bestimmen. Zudem strebe man eine enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Behörden, interessierten Kreisen sowie den Umwelt- und Landschaftsschutzorganisationen an. Läuft alles nach Plan, könne der Windpark 2014 in Betrieb genommen werden. (mai/sda)