Garten der Alten Universität Basel blüht wieder auf

Garten der Alten Universität Basel blüht wieder auf

Gefäss: 

Zurzeit liegt der Garten  der Alten Universität Basel im Dornröschenschlaf. Die rund 430jährige Anlage soll wieder zu neuem Leben erweckt werden. Sie hat dies einem Gärtnereibesitzer zu verdanken, der die Stadt als Alleinerbin eingesetzt hat.

Angelegt um 1589  diente der Gartem der Alten Universität der Forschung und dem damals neu eingerichteten Lehrstuhl für Anatomie und Botanik. Damit dürfte er einer der weltweit ältesten Gärten dieser Art sein. Heute ist die Anlage auf den Rheinterrassen neben dem Universitätsgebäude aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt. Mauern, Treppen und Brüstungen des Gartens müssten umfassend saniert werden. Überdies ist er mittlerweile völlig verwildert.

Dass er ab kommendem Jahr saniert wird und Ende 2016 Besuchern wieder offen steht, ist den Brüdern Karl und Max Schlecht zu verdanken, die gemeinsam eine Gärtnerei geführt hatten. Nach dem Tod Max Schlechts wurde der Betrieb eingestellt, auf dem Areal entstanden Wohnhäuser. Vor seinem Tod bedachte Max Schlecht die Stadt Basel als Alleinerbin jenes Grundstücks. Dies jedoch mit der Auflage, dass das Erbe für „ein grünes Basel“ eingesetzt werden muss; für Massnahmen, „die ganz allgemein zur Begrünung der Stadt Basel beitragen, insbesondere durch Pflanzen neuer und zusätzlicher Bäume und Sträucher, Anlegen neuer Grünflächen, Begrünung von Mauern und Fassaden in der Innenstadt, vornehmlich im öffentlichen, aber auch im privaten Bereich“.  In der Folge beauftragte der Regierungsrat die Stadtgärtnerei mit der Suche nach einem geeigneten Projekt. Schliesslich  unterbreitete man der damaligen Lebenspartnerin von Max Schlecht zwei Projekte. Sie entschied sich für die Sanierung, Umgestaltung und Öffnung des Gartens der Alten Universität.  (mai)