Francis Kéré: Afrikanischer Lebenstraum und andere Bauten

Francis Kéré: Afrikanischer Lebenstraum und andere Bauten

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Schule des Operndorfs bei Ouagadougou. (Daniel Schwartz, Gran Horizonte Media) 1/10

Erstmals werden Francis Kérés Bauten und Projekte in einer umfassenden Werkschau präsentiert. In der Ausstellung der Pinakothek der Moderne in München geht es auch um das Operndorf in der Nähe Ouagadougous in Burkina Faso, das Kéré für Regisseur Christoph Schlingensief entworfen hat.

Auf einem Hochplateau, inmitten der steppenartigen Landschaft westlich von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou, liegt Christoph Schlingensiefs Operndorf. Der 2010 verstorbene Regisseur wollte damit einen Lebenstraum verwirklichen und eine «Plattform für interkulturelle Ausstauschprogramme» schaffen. Heute führt seine Frau Aino Laberenz das ambitionierte Projekt. Was die Architektur anbelangt, konnten die beiden auf prominente Unterstützung zurückgreifen: Francis Kéré. Der Architekt, der im westafrikanischen Land geboren wurde und in Berlin arbeitet, hat dazu eine luftig anmutende Anlage aus verschiedenen Häusern entworfen.

Allerdings befindet sie sich noch immer im Bau. Bislang wurden 23 Bauten realisiert, darunter Büro- und Wohngebäude, eine Krankenstation und eine Schule (Bild). Von diesem Projekt und zahlreichen anderen erzählt die Ausstellung «Radically Simple»  (bis 26. März 2017) über Kéré in der Münchner Pinakothek der Moderne. Sie ist die bisher umfassendste Werkschau des Architekten, der unter anderem mit einem Aga-Khan-Award für seine «beispielhafte Verbindung von gesellschaftlichen und ökologischen Ansätzen» geehrt worden ist. (mai)

Die Ausstellung "Francis Kéere - Radically Simple" dauert noch bis 26. März 2017.
Informationen auf www.architekturmuseum.de