Forbo und der starke Franken

Forbo und der starke Franken

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Nachdem Forbo für die erste Jahreshälfte einen herben Gewinnrückgang vermeldet hatte, stiessen Anleger massenhaft Aktien des Bodenbelags- und Förderbandherstellers mit Sitz in Baar ZG ab. Deren Preis sackte gestern um über zehn Prozent ab.

Vom starken Franken verursachte Wechselkurseffekte hatte die von Forbo ausgewiesenen Umsatz- und Gewinnzahlen einbrechen lassen, obwohl das Unternehmen in Lokalwährung gerechnet noch ein schwaches Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnen konnte. Den Umsatz mit Förderbändern und Antriebsriemen (Movement Systems) konnte Forbo – Wechselkurseffekte ausgeklammert – sogar um 8,1 Prozent steigern. Unter anderem profitierte das Unternehmen von einer hohen Nachfrage von Grosskunden in Amerika. Aber auch in Asien und der Pazifikregion entwickelte sich die Nachfrage gut. Durch die grössere geographische Breite sind laut Forbo Wechselkurseffekte in diesem Geschäft kleiner als in jenem mit Bodenbelägen (Flooring Systems).

Allerdings waren in dieser Sparte nicht alleine die Währungseffekte für den Umsatzrückgang verantwortlich. Auch operativ musste Forbo hier ein Minus hinnehmen. Das Unternehmen produziert europaweit an zwölf Standorten Bodenbeläge. Eine der Fabriken befindet sich in der Schweiz, genauer in der Tessiner Gemeinde Giubiasco.

Insgesamt erzielte Forbo in der ersten Jahreshälfte einen Umsatz von 554,8 Millionen Franken, was einem Rückgang von acht Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich um 11,3 Prozent auf 57,9 Millionen Franken. Wenn die negativen Effekte der Wechselkursveränderungen herausgerechnet werden, hätte hier laut Forbo aber eine Steigerung um 3,7 Prozent resultiert. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 45,8 Millionen Franken übrig, 14,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. (sda)