Flughafen Zürich: Schallschutzprogramm für 25‘000 Haushalte

Flughafen Zürich: Schallschutzprogramm für 25‘000 Haushalte

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Der Flughafen Zürich hat die Eckwerte des Schallschutzprogramms 2015 veröffentlicht: Nach dem geplanten „Betriebsreglement 2014“ sind voraussichtlich mehr Menschen als bisher vom Fluglärm betroffen. Der Flughafen rechnet mit 25'000 stark „belärmten“ Haushalten.

Das bisherige Schallschutzprogramm ist Ende der 1990er Jahre gestartet worden und hielt insgesamt 240 Millionen Franken für Lärmschutzmassnahmen bereit. Von diesem Betrag sind bis heute 200 Millionen ausgegeben worden, etwa für Schallschutzfenster oder Systeme, die vor den ersten Starts und Landungen automatisch die Fenster schliessen. Allerdings wies da Schallschutzprogramm keine konkrete Anzahl "belärmter Wohneinheiten" aus.

Dies ändert sich mit dem Schallschutzprogramm 2015. Dieses nennt nun eine Zahl: 25'000 Haushalte sollen über dem Immissionsgrenzwert liegen und darum entsprechende profitieren können. Die Basis für diese Berechnung bildet das geplante Betriebsreglement 2014, das eine Entflechtung der An- und Abflüge im Osten vorsieht. „Durch das geplante Betriebsreglement 2014 werden voraussichtlich mehr Menschen von Fluglärm betroffen sein als heute“, erklärte ein Sprecher des Flughafens gegenüer der sda. Entsprechend mehr Geld wird nun zur Verfügung gestellt: Der Flughafen Zürich erhöht die Investitionen um 100 Millionen auf insgesamt 340 Millionen Franken. Davon können Anwohner in 27 Gemeinden profitieren. In der Hälfte dieser Gemeinden seien die Massnahmen aber bereits heute erfüllt, so der Flughafensprecher.

Das neue Schallschutzprogramm liegt ab kommendem Montag während 30 Tagen in den betroffenen Gemeinden auf. Die Unterlagen sind zudem auf der Website des Kantons Zürich aufgeschaltet. Allfällige Einsprachen müssen beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eingereicht werden, welches das Programm genehmigen muss. (mai/sda)