Flughafen Zürich: An- und Abflugrouten entflechten

Flughafen Zürich: An- und Abflugrouten entflechten

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Die Flughafen Zürich AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. Dabei geht es unter anderem um eine Entflechtung der An- und Abflugrouten im Osten des Flughafens. Zudem hat die Flughafenbetreiberin beim Bund ein Plangenehmigungsgesuch für Schnellabrollwege ab den Pisten 28 und 34 eingereicht.

Bei den Anpassungen des Betriebsreglements geht es um die Umsetzung weitere Massnahmen aus der Sicherheitsüberprüfung am Flughafen, wie es in einer Mitteilung heisst, insbesondere um eine Entflechtung der An- und Abflugrouten im Osten. Im Hinblick auf eine allfällige Inkraftsetzung des 2012 mit Deutschland abgeschlossenen Staatsvertrags beantragt der Flughafen zudem, die darin vereinbarte erste Reduktion der Flugzeiten über Deutschland ins Betriebsreglement zu übertragen.

Das Reglement wird in den Kantonen Aargau, Schaffhausen und Zürich öffentlich aufgelegt.

Fehlende Grundlage geschaffen

Das Baugesuch für die Schnellabrollwege ab den Pisten 28 und 34 hatte der Flughafen bereits 2003 zusammen mit dem vorläufigen Betriebsreglement eingereicht. Die 2007 vom Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) erteilte Plangenehmigung wurde jedoch vom Bundesgericht wegen einer fehlenden raumplanerischen Grundlage im Sicherheitsplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) aufgehoben. Letzten Sommer schuf der Bundesrat diese Grundlage, und der Flughafen reichte das Gesuch erneut ein. Nun wird es im Kanton Zürich aufgelegt. Die Einsprachefrist läuft vom 20. Oktober bis 18. November. (pd)

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Flughafen Zürich