Flughafen Kloten: Betonbett für Flugzeuge

Flughafen Kloten: Betonbett für Flugzeuge

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Die Piste 28 des Flughafens Kloten soll sicherer werden: Ein weiches Betonbett wird demnächst Flugzeuge aufhalten, wenn sie über die Piste hinaus rollen.
 
Weil sie vergleichweise eher kurz ist, ist das Risiko, dass auf der Piste 28 ein Flugzeug bei der Landung oder bei einem Startabbruch über das Ende der Piste hinaus rollt, höher als bei anderen Start- bzw. Landebahnen. Um solche Overruns zu vermeiden, verlangte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) dass am Ende der Piste ein sogenanntes Engineered Materials Arresting System (EMAS) eingebaut wird. Dieses besteht aus Schaumbetonblöcken, in denen das Flugzeug einsinkt, wenn es zu weit fährt. Das EMAS bremse das Flugzeug rasch und gefahrlos ab, teilt das BAZL mit. Der Flughafen hat nun ein entsprechendes Plangenehmigungsgesuch eingereicht. Das Betonfeld ist allerdings nur ein Teil einer Reihe von Massnahmen zur Sicherung des Flughafens Zürich.
 
Dass die Piste 28 gesichert werden muss ist schon lange klar und dürfte nicht nur daran liegen, dass auf ihr wegen des Staatsvertrags mit Deutschland mehr Maschinen verkehren als bis anhin. Seit Jahren ist es immer wieder zu schwierigen Situationen gekommen, weil Flugzeuge nicht vor dem Pistenende halten konnten. So rollte 1977 eine DC-10 nach einem Startabbruch in die Wiese hinaus. Und im Juli 2005 konnte ein Airbus 321 erst kurz vor Pistenende stoppen. – Laut BAZL zählten Overruns zu den weltweit zu den häufigsten Unfallursachen in der Verkehrsluftfahrt. (mai)
 
Nachfolgender Film zeigt, wie ein EMAS funktioniert. (Englisch)