Flubag zieht Baugesuch zurück

Flubag zieht Baugesuch zurück

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Die neue Flugpiste Beromünster wird doch nicht gebaut. Grund sind die vielen Einsprachen, die gegen das Projekt eingegangen sind. Gesucht wird nun nach neuen Lösungen.

 

Die Flugplatzbetreiberin Flubag AG hat ihr Gesuch für die Asphaltierung der Flugpiste Beromünster zurückgezogen. Damit ist das Projekt, die heutige 510 Meter lange Graspiste durch eine 20 Meter kürzere und 18 Meter breite Piste aus Hartbelag zu ersetzen, gestorben. Mit dem Projekt wollte die Flubag AG die Sicherheit erhöhen, den Lärm beim Abflug reduzieren und Start und Landungen auch bei schlechtem Wetter ermöglichen. An der Zahl der jährlich erlaubten Starts und Landungen von total 14'200 Flugbewegungen sollte sich nichts ändern.

Nach der Prüfung durch den Bund und den Kanton wurde das Bauprojekt bei der Gemeinde Beromünster öffentlich aufgelegt. Der Spatenstich sollte frühestens 2014 erfolgen. Doch gegen die geplante Asphaltpiste war es zu massivem Widerstand gekommen. Die Gemeinde Beromünster sowie Stadt und Kanton Luzern – Letztere beiden als Eigentümer des Grundes – hatten sich unter anderem aus Umweltschutzgründen gegen eine Asphaltierung ausgesprochen. Zudem fürchten sie mehr Flugbewegungen und Lärm. Gegen die Asphaltierung waren beim Bazl 84 Einsprachen eingegangen, darunter auch diejenige der Gemeinde Beromünster. Eine IG Fluglärm hat sich besonders vehement gegen die Pläne der Flubag gewehrt.

Zusammen mit den Beschwerdeführern versuchte sich die Flubag zu einigen. Nachdem die Gespräche des runden Tisches aber gezeigt haben, dass eine Asphaltierung der Flugpiste Beromünster politisch nicht machbar ist, beschloss die Flugplatzbetreiberin das Baugesuch beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zurückzuziehen. Eine Sanierung der Flugpiste ist aber nach wie vor notwendig, deshalb sucht die Flubag in gemeinsamer Absprache mit den betroffenen Parteien nun nach neuen Lösungen. (ffi/mgt)