Fliegermuseum Altenrhein kann „abheben“

Fliegermuseum Altenrhein kann „abheben“

Gefäss: 

Eine lange Geschichte findet ein Ende: Der VCS verzichtet auf eine Beschwerde gegen die Plangenehmigung  des neuen Fliegermuseums beim Flughafen Altenrhein SG. Somit steht dem Neubau nichts mehr im Wege.

Der Hangar, in dem sich das Fliegermuseum derzeit befindet, stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Darum will der Verein Fliegermuseum Altenrhein eine neue Ausstellungsstätte errichten. Vorgesehen ist ein dreistöckiges Gebäude mit einer Zuschauerterrasse, von welchem aus die Besucher die Flugzeuge beim Starten und Landen beobachten können. Parallel dazu plant der Flughafen selbst einen neuen Hangar.

Neu ist das Museumsprojekt nicht. Erstmals vorgelegt hatte der Verein Fliegermuseum Altenrhein sein Projekt 2009. Ein Jahr später segnete das BAZL das Bauvorhaben ab. Zudem genehmigte es damals auch den Bau eines neuen Hangars. Doch in der Folge entbrannte ein jahrelanger Streit, bei dem es vor allem um Lärm, Luftreinhaltung sowie um Gewässerschutz gegangen war. Wie die VCS-Sektion St. Gallen/Appenzell mitteilte, verzichtet der VCS aber nun auf eine Beschwerde gegen die Plangenehmigung. Juristische Abklärungen hätten ergeben, dass die Umsetzung der Massnahmen im Umweltbereich nicht von der Bewilligung des Fliegermuseums abhingen.

Während der VCS, was die Umsetzung der geforderten Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt betrifft, „hartnäckig“ bleiben will, passen den Flughafenbetreibern die vom BAZL gemachten entsprechenden Auflagen nicht – sie gehen ihnen zu weit. Deswegen haben sie Beschwerde erhoben, und blockieren damit gemäss VCS ihr eigenes Projekt.

Das Fliegermuseum präsentiert laut eigenen Angaben als einziges seiner Art flugtüchtige Exponate, die noch immer in der Luft unterwegs sind. Dazu gehören neben anderen zwei Hawker Hunter, eine Mirage IIIC sowie eine Bücker von 1934.  (mai)