Fliegen: Start- und Landebahn mitten in der Stadt

Fliegen: Start- und Landebahn mitten in der Stadt

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Teaserbild-Quelle: Bilder: Alex Sutton

Ein Architekturstudent aus London hat eine konkrete Vorstellung eines utopischen Traums entwickelt: einen urbanen Flughafen als Teil der Stadt. Starten und landen sollen die Flugzeuge von Bahnen auf Stelzen.

„Die Architekturstudenten der Londoner Barlett School sollten in ihrem letzten Semester nicht nur einen utopischen Traum entwickeln, sondern auch möglichst konkrete Schritte für dessen Umsetzung in die Realität planen“, heisst es auf ingenieur.de, dem Nachrichtenportal für Ingenieure. Der Traum des 25-jährigen Alex Sutton war ein urbaner Flughafen. Für die schnell wachsende Stadt Stockholm hat er deshalb einen solchen konzipiert. Als Teil eines neuen Stadtteils ist er voll in die Infrastruktur integriert. Starten und landen sollen die Flugzeuge auf Bahnen, die auf Stelzen stehen und ins Verkehrsnetz eingezogen sind. Die Maschinen werden zur Startposition gezogen, weshalb der Motor erst beim eigentlichen Start eingeschaltet werden muss. Das soll Emissionen sparen.

Auf ein riesiges Terminalgebäude verzichtet Suttons Flughafen-Utopie. Stattdessen sollen den Passagieren mehrere Mikro-Terminals zur Verfügung stehen, die mittels eines Schienensystems miteinander verbunden sind. Per Smartphone wird eingecheckt und das Gepäck aufgeladen, das automatisch sortiert und verladen wird. Die Passagiere selbst sollen in Kapseln zu ihrem Gate transportiert werden.

Natürlich weiss Alex Sutton, dass die Luftfahrttechnologie noch nicht soweit ist, dass sein Konzept in die Tat umgesetzt werden könnte. Deshalb ist der urbane Flughafen ja auch eine Utopie. Aber: Die Luftfahrtindustrie müsse auf den zunehmenden Bedarf an Flugreisen und auch auf das wachsende Bedürfnis nach umweltfreundlicher Technik reagieren, so der der Student. „Es schadet nichts, wenn man das Design von Flughäfen in Frage stellt und sich überlegt, was wäre, wenn…“. (pd/mt)