Finstere Hochhaus-Ikone im Wandel

Finstere Hochhaus-Ikone im Wandel

Gefäss: 
Der höchste Wohnturm Afrikas steht in Johannes­burg: der Ponte Tower im Stadtteil Hillbrow. Das 172 Meter hohe Gebäude aus der Feder von Manfred Hermer ist so legendär wie es  einst gefährlich geworden war. In den 70er-Jahren für gut verdienende weisse Einwanderer errichtet, mutierte es mit dem Niedergang des Quartiers zu einem Sinnbild für soziales Elend und Kriminalität.

Ponte Tower: English subtitled version from Philip Bloom on Vimeo.

In seinen finstersten Zeiten waren Drogenrazzien, Einbrüche, Vergewaltigungen und Schiessereien an der Tagesordnung.  Mittlerweile hat sich dies geändert. Ganz langsam avanciert Hillbrow zu einem trendigen Stadtteil. Und der Turm mit dem gigantischen Innenhof beginnt, seinen Schrecken zu verlieren. Er hat nicht nur das Interesse von Investoren, sondern auch seines Architekten geweckt. Dieser will zwar nicht, dass der Ponte Tower wieder in seinem alten Glanz erstrahlt, aber dass er seinen Bewohnern ein anständiges Zuhause bietet. «Es ist ein schöner cooler Ort. Alle wollen hier hin. Heute leben auch ein paar Weis­se hier», sagt ­einer von ihnen im Kurzfilm von Philip Bloom über das Hochhaus.  (mai)