Ferien im Baudenkmal: Geschichtsträchtig übernachten

Ferien im Baudenkmal: Geschichtsträchtig übernachten

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Teaserbild-Quelle: Heimatschutz

Es gilt als eines der letzten spätmittelalterlichen Holzhäuser im Unterschächental: die Stüssihofstatt. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal und die Urner Denkmalpflege liessen das Holzhaus von 1450 restaurieren. Ab Juli können nun bis zu acht Personen in der altehrwürdigen Hofstatt übernachten.

Historische Bauzeugen werden häufig abgebrochen, weil sie heutigen Nutzungsanforderungen nur noch beschränkt gerecht werden. Mit der Stiftung Ferien im Baudenkmal will der Heimatschutz zeigen, dass es auch anders geht: Sie übernimmt solche Objekte, restauriert sie sanft und stellt sie der Öffentlichkeit als Ferienwohnungen zur Verfügung. Mittlerweile hat die 19 Baudenkmäler im Angebot, von der Fabrikanten Villa über ein romantisches Riegelhaus samt Ruderboot am Zürichsee bis hin zum traditionellen Engadinerhaus in Scuol.

„Jüngstes“ Objekt ist die Stüssihofstatt in Unterschächen. Das Holzhaus gilt als eines der letzten, spätmittelalterlichen Bauwerke im Schächental und ist grösstenteils im Originalzustand erhalten. Wie der Heimatschutz mitteilt, wurden die Renovationsarbeiten unter denkmalpflegerischer Begleitung und unter Wahrung der historischen Substanz durchgeführt. Die Zielsetzung, den Charakter des Hauses grösstmöglich zu erhalten, sei exemplarisch umgesetzt wordend, heisst es dazu in der Medienmitteilung. Dazu gehörte auch, vorhandene Spuren der Nutzung wie zum Beispiel die ausgetretene Treppe oder den russgeschwärzten Korridor zu erhalten. Damit sollen die Feriengäste laut der Stiftung die Atmosphäre einer Urner Hofstatt erleben können, aber auch die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner spüren ohne auf zeitgemässen Komfort verzichten zu müssen. (mai/pd)