Feenhäuser und Kinderträume

Feenhäuser und Kinderträume

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Teaserbild-Quelle: Akihisa Masuda
Baumhäuser wie Ufos oder verwunschene Hexenhütten: Der Band „Tree Houses“ lädt nicht nur Erwachsene zum Träumen und zum Schwelgen ein.
 
 
Es scheint, als schwebe es in einer rosaroten ­Blütenwolke: Was die Wohnung einer Fee sein könnte, ist ein Baumhaus des japanischen Architekten Terunobu Fujimori und steht im Park des Shirakaba-Museums in ­Hokuto. Die märchenhafte Konstruktion ist aber nur eines von vielen Tee­häusern, die er entworfen hat und die er meist in ­luftiger Höhe errichtet. Sie nehmen einen ­grossen Stellenwert in seinem Werk ein. Auch ­Fujimori selbst ist Besitzer ­eines solchen Häuschens. Sein eigenes setzte er auf die Stämme zweier alter ­Kastanienbäume. Es gewährt seinem Bewohner zwar keine rosaroten Aussichten, dafür aber ­einen Rundumblick auf die Umgebung. Teehäuser, die meist klein sind und nach den Anweisungen des Tee­meisters gebaut werden, stellen für Fujimori «eine absolut persönliche Architektur» dar. ­
 
Dasselbe gilt auch für Baumhäuser, dies beweist der Band «Tree Houses», der ­demnächst im Taschen-Verlag erscheint. Neben den ­Kreationen von Fujimori und anderen Architekten stellt er auch solche von Handwerkern und Hobbyzimmermännern vor. Er zeigt teils ­fantastische Gebilde, sei es ein ufoartiger ­Pavillon, eine Kugel, die aussieht, als ob ein Riesenkind seinen Ball im Geäst vergessen hätte, oder ein in die Luft gegangenes Knusper­häuschen. Die zahlreichen Fotos und die ­bunten ­Illustrationen laden zum Träumen vom eigenen Baumhaus ein. (mai)
 
«Tree Houses. Fairy Tale Castles in the Air»,  Philip Jodidio, Taschenverlag
Mehrsprachig (Englisch, Deutsch,Französisch), 352 Seiten
ISBN: 9783836526647, 66.90 Franken