FC Sion-Präsident will Energiepark bauen

FC Sion-Präsident will Energiepark bauen

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Christian Constantin hat erneuerbare Energien entdeckt und will im Wallis den „Energiepark Chablais“ bauen. Der Präsident des FC Sion möchte hierzu die stillstehende Tamoil-Raffinerie in Collombey kaufen und rechnet mit Investitionskosten von drei bis vier Milliarden Franken.

Der umtriebige Christian Constantin machte immer wieder von sich reden – meist in seiner Funktion als Präsident und Besitzer des FC Sion, wenn wieder mal ein Trainerwechsel anstand. Doch CC, wie er in den Medien oft genannt wird, ist auch Architekt. Sein Büro, die Christian Constantin SA, hat laut Wikipedia 40 Angestellte, der Umsatz soll eine dreistellige Millionensumme betragen.

Jetzt will er ein Landstück kaufen, um dort einen Energiepark zu bauen, wie die Sonntagszeitung berichtet. Aber dem Sion-Präsident schwebt dafür nicht irgendein Grundstück vor. Er hat es auf die Tamoil-Erdölraffinerie in Collombey VS abgesehen, rund zwei Millionen Quadratmeter. Tamoil hatte die Schliessung der Raffinerie Mitte Januar angekündigt, weil sie nicht mehr rentabel sei. 233 Mitarbeiter wurden nach und nach entlassen.

Und dort soll nun also ein Energiepark entstehen, der „Energiepark Chablais – der Name der Region um Monthey und Aigle. Geplant sind Wind- und Solaranlagen sowie ein Wasserkraftwerk in der Rhone. „Mein Geschäftspartner hat mir gesagt, dass die maximal mögliche Energieleistung auf diesem Landstück derjenigen eines grossen Atomkraftwerks entspricht“, lässt sich Constantin in der Sonntagszeitung zitieren. Den Kaufpreis für das Landstück schätzt der Architekt auf 200 bis 250 Millionen Franken. Hinzu kommen weitere 20 bis 80 Millionen für die Entgiftung des ölverseuchten Bodens und den Rückbau der Raffinerieanlagen. Insgesamt rechnet „CC“ mit einer Investitionssumme zwischen drei und vier Milliarden Franken.

Aber noch gehört ihm das Grundstück nicht. Und er ist auch nicht der einzige Kaufinteressent. Bei den Behörden liegen mehrere Offerten auf den Tisch, wie Yannick Buttet, Gemeindepräsident von Collombey-Muraz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Man prüfe jede Möglichkeit, auch jene Constantins. (mt/sda)