Fachkräftemangel: 50 Millionen für Wiedereinsteiger

Fachkräftemangel: 50 Millionen für Wiedereinsteiger

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Viele Branchen leiden unter einem Fachkräftemangel. Auch angesichts der Verunsicherung über die Auswirkungen der Zuwanderungsinitiative soll der Bund während vier Jahren jährlich maximal 50 Millionen Franken in die berufliche Grundausbildung, in Nachhol- und Weiterbildung von Wiedereinsteigern  investieren.

Diese „Qualifizierungsoffensive“ geht auf eine parlamentarische Initiative von Felix Müri (SVP/LU)) zurück. Der Nationalrat billigte dessen Vorstoss stillschweigend. Nun muss noch der Ständerat darüber befinden. Die erwähnten 50 Millionen Franken sollen den Kantonen zu Gute kommen, um das Nachholen eines Lehrabschlusses, das Erarbeiten von arbeitsmarktorientierten Grundkompetenzen oder den beruflichen Wiedereinstieg unterstützen zu können. 

Wegen der demographische Entwicklung sowie allfälliger Folgen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative dürfte sich trotz Frankenstärke den Mangel an qualifizierten Fachkräften eher noch verstärken. Gemäss Initiator Nationalrat Felix Müri existiert noch ein grosses Potential an Fachleuten in der Bevölkerung.  Fehlende Zeit und fehlendes Geld sind laut Müri die grössten Hindernisse auf dem Weg, in späteren Jahren doch noch eine berufliche Qualifikation zu erlangen. Die Finanzierung oder Teilfinanzierung von Bildungskosten der beruflichen Nachhol- und Weiterbildung sind eine gute Investition auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz. In diesem Zusammenhang müsste wohl auch über einen beschränkten Erwerbsersatz diskutiert werden. 

Ein solcher Fonds auf Bundesebene soll die Kantone ermuntern, in Kooperation mit Organisationen der Arbeitswelt entsprechende Offensiven einzuleiten und durchzuführen. Mit einer Informationskampagne sollen Aus- und Weiterbildungswillige aber auch  Arbeitgeber orientiert werden – über die vielen praxistauglichen Angebote, rund um die berufliche Grundausbildung und Qualifikation. (mai/sda)