EWZ startet Anlagen im Bergell neu

EWZ startet Anlagen im Bergell neu

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In den letzten drei Jahren haben die EWZ rund 65 Millionen Franken in die Erneuerung der Bergeller Kraftwerke investiert. Damit können sie für die nächsten Jahrzehnte wirtschaftlich und nachhaltig Strom produzieren. Morgen Mittwoch starten Zürcher Stadtrat Andres Türler und Bergeller Gemeindepräsidentin Anna Giacometti die Kraftwerksanlagen neu.
 
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Diese 220-kV-Schaltanlage wurde unter aderem erneuert.
 
Vor über 50 Jahren haben die Bergeller Kraftwerke ihren Betrieb aufgenommen, womit sie mehr als die erste Hälfte der Konzessionsdauer erreicht haben. Die Kraftwerksgruppe produziert jährlich rund 460 Gigawattstunden Strom, was einem Fünftel des Verbrauchs der gesamten Stadt Zürich entspricht. Damit leistet das Bergtal einen beachtlichen Beitrag zur umweltfreundlichen Nutzung der Wasserkraft. Die Kraftwerke Bondo und Lizun produzieren sogar nach den höchsten ökologischen Kriterien und haben dafür das Qualitätslabel «naturemade star» erhalten. Um die zuverlässige Stromversorgung des schönen Bergtals sowie der Stadt Zürich auch in den nächsten Jahrzehnten zu sichern, investierten die EWZ 65 Millionen Franken in den Erhalt der Anlagen.
 
Die EWZ ersetzten zahlreiche Transformatoren und Schaltanlagen in den verschiedenen Kraftwerkszentralen. Im gleichen Zeitfenster wurden verschiedene Maschinenkomponenten sowie die Brandschutzanlagen erneuert. Am aufwändigsten war die Sanierung der Korrosionsschutzschicht in den Druckleitungen Albigna und Forno, wofür während knapp acht Monaten Tag und Nacht im Schichtbetrieb gearbeitet wurde. Weil Erneuerungen in diesem Umfang nicht ohne Abschaltungen vorgenommen werden können, wurde die Stromproduktion im Kraftwerk Löbbia erstmals seit Inbetriebnahme während acht Monaten eingestellt. Provisorische Anlagen sicherten während der Umbauarbeiten die Versorgung des Tals und deckten den Eigenbedarf der Kraftwerksanlagen. Mit ihren Anlagen in Mittelbünden und im Bergell produzieren die EWZ rund 1'200 GWh Energie und versorgen einen grossen Teil des Kantons Graubünden mit Strom. (mgt/mh)