Europaplatz für 3 Millionen aufwerten

Europaplatz für 3 Millionen aufwerten

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Der Europaplatz im Berner Stadtteil Ausserholligen soll vom Unort zum urbanen Treffpunkt werden: Der Gemeinderat will den Platz umgestalten und besser beleuchten. Er legt dem Stadtrat dafür einen Ausführungskredit von 3,25 Millionen Franken vor.
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Der Europaplatz in Bern
Bereits im April 2011 hatte das Parlament einen Projektierungskredit von 290'000 Franken gesprochen. Eine klare Mehrheit vertrat damals die Meinung, das "Zentrum Europaplatz - Haus der Religionen" habe eine attraktivere Umgebung verdient. Der Gebäudekomplex wird 2014 fertiggestellt. Geprägt wird der Europaplatz heute von Beton, Parkplätzen und dunklen Ecken. Die Autobahnbrücke verwehrt den Blick zum Himmel. Das sei "der traurigste Platz der Stadt", sagte der damalige Stadtrat Jimy Hofer seinerzeit in der Parlamentsdebatte. Der Gemeinderat will den Ort nun mit verschiedenen gestalterischen Elementen und baulichen Massnahmen aufwerten, wie er am Donnerstag mitteilte.
  
So besteht heute wegen der leicht gewölbten Topographie keine Sichtbeziehung zwischen Freiburgstrasse und Unterführung SBB. Durch eine Umgestaltung der Platzfläche sollen die Transparenz und damit auch die Orientierungsmöglichkeiten vergrössert werden. Ein anderes Beispiel betrifft die Pfeiler des Autobahn-Viadukts. Sie sollen durch das Abflachen der Topographie freigelegt und mit Trittstufen aus Beton umfasst werden, die als Sitzgelegenheit dienen. Um den Platz angemessen zu beleuchten, ist zudem ein netzartiges System aus Seilen und Leuchten am Viadukt geplant. Der ganze Platz wird mit einem Fahrverbot für Motorfahrzeuge belegt. (sda)