Europäischer Architekturpreis 2015 für Calatrava

Europäischer Architekturpreis 2015 für Calatrava

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Teaserbild-Quelle: vincent des jardins, flickr, CC

Der schweizerisch-spanische Stararchitekt Santiago Calatrava ist mit einem der renommiertesten Architekturpreisen Europas ausgezeichnet worden. Für sein Schaffen erhält er den Europäischen Architekturpreis 2015.

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vincent des jardins, flickr, CC
Die Stadt der Künste und der Wissenschaften in Valencia

Er gehört zu den renommiertesten Anerkennungen, mit der ein Architekt in Europa geehrt werden kann: der Europäische Architekturpreis des Chicago Atheneums in Kooperation mit dem europäischen Zentrum für Architektur, Kunst, Design und Urbanistik. Mit der Auszeichnung werden jedes Jahr Architekten gekürt, die sich während ihrer Laufbahn „an die Spitze einer zutiefst humanen Architektur setzten und mit ihrem Werk ihr Engagement für die Prinzipien des europäischen Humanismus zum Ausdruck bringen“, heisst es in einer Mitteilung. Der Preis geht dieses Jahr an Santiago Calatrava. Er wird ihn am 17. November anlässlich eines Festaktes im World Trade Center Transportation Hub von New York entgegennehmen, das er selbst entworfen hat.

Bei der Preisvergabe berücksichtigen beide Institutionen jeweils die Gesamtlaufbahn der Architekten. Bei Calatrava hoben sie einige seiner Werke hervor: den Bahnhof Stadelhofen in Zürich, die Brücke Bac de Roda in Barcelona, die preisgekrönte Friedensbrücke im kanadischen Calgary, das Kunstmuseum von Milwaukee (USA) sowie die futuristische Stadt der Künste und der Wissenschaften in Valencia. Letztere ist für die Jury ein „Beweis für das visionäre Niveau dieses Architekten. Wie das Werk seines Vorgängers Antonio Gaudi, dem katalanischen Meister für geschwungene Formen, nähert sich dieser Komplex wahrhaftig der architektonischen Utopie an“. Überhaupt fand man sehr äusserst überschwängliche Worte für den Stararchitekten. Er sei ein „visionärer Theoretiker, ein Philosoph und Utopist und ausserdem im Ingenieurbau und architektonischen Ausdruck ein wahrer Künstler“. Seine Kunstwerke seien „bedeutend“, „von meisterlicher Hand inspiriert und vom kritischsten aller Blicke gestaltet“. (pd/mt)