ETH-Studenten bauen Badi-Pavillon für die Manifesta 11

ETH-Studenten bauen Badi-Pavillon für die Manifesta 11

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Ein luftiges Gebilde für Kunstinteressierte, Badenixen und Bargänger: So soll der Pavillon der Manifesta 11 aussehen. (zvg) 1/4

Zürich erhält nächsten Sommer eine Badi mehr, wenngleich auch nur vom 11. Juni bis 18. September: Beim Bellevue wird im See anlässlich der europäischen Kunstbiennale Manifesta 11 ein schwimmender Holzpavillon installiert, der tagsüber als Treffpunkt und „Badi“ dient und am Abend für Filmvorführungen genutzt wird.

Konzipiert hat die multifunktionale Plattform Manifesta 11-Kurator Christian Jankowski. Der Video- und Konzeptkünstler will hier neben einem Bad und einer Bar einen riesigen LED-Bildschirm sowie Zuschauertribünen unterbringen. Entworfen und gebaut wird sie von Studenten der ETH Zürich, unter Leitung des ETH Studios Tom Emerson, das einen Lehrstuhl für Forschung und Lehre des Departements Architektur repräsentiert. Die Studenten planen eine luftige Holzkonstruktion mit einem Pool in der Mitte, der bei Filmvorführungen als Erweiterung des LED-Screens fungiert.  Für viele sei der „Pavillon of Reflections“ die erste Möglichkeit, ein eigenes Projekt zu realisieren, heisst es dazu in der Medienmitteilung der Manifesta 11. Nach der Planungsphase werden ab Januar die Bestandteile des kleinen Gebäudes in einer Halle vorfabriziert und schliesslich auf dem Wasser zusammengefügt. „In unserem Team decken wir alle relevanten Bereich der Architekturproduktion ab“, erklärt dazu Boris Gusic, Assistent des Studios Tom Emerson. Dies geht von der Entwicklung des Konzepts über die Detailplanung und Konstruktion von 1:1-Modellen bis hin zur Logistik und Dokumentation mit einer eigenen kleinen Zeitung, die das Projekt aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. (mai)

Manifesta 11

Die Manifesta 11 dauert vom 11. Juni bis 18. September. Die Kunstbiennale wird alle zwei Jahre durchgeführt und findet 2016 zum elften Mal statt. Sie präsentiert lokale, nationale und internationale Kunst und soll laut ihren Veranstaltern das „psychologische und geografische Territorium Europas ausloten“ . Darum wird sie jeweils immer wieder in einer anderen europäischen Stadt veranstaltet. Kurator ist dieses Mal der deutsche Video- und Konzeptkünstler Christian Jankowski. Unter dem Titel „What People Do For Money: Some Joint Ventures“ will er in Zürich Kunstschaffende mit Vertretern verschiedener Berufssparten zusammenbringen.  (mai/mgt)

Weitere Informationen: www.manifesta11.org