Es türmt sich bald am Rotsee

Es türmt sich bald am Rotsee

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Teaserbild-Quelle: zvg
Am Luzerner Rotsee sollen ein neues Ruderzentrum und ein Zielturm gebaut werden, damit dort internationale Regatten ausgetragen werden können. Zudem ist eine Aufwertung der Uferzonen geplant. Nun kommt die Anlage ihrer Realisierung einen Schritt näher: In diesen Tagen reicht der Verein Naturarena Rotsee die Baueingabe für den Zielturm ein.
 
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So soll der geplante Zielturm aussehen.
 
Der Holzturm stammt wie der übrige Teil der Anlage aus der Feder der Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten aus Zürich. Mit der Eingabe zieht der Verein den Turm den übrigen Projekten zur Gesamterneuerung vor. Grund ist der alte Zielturm, der vor zwei Jahren wegen Alterungsschäden rückgebaut werden musste. Vor allem für die Veranstalter der internationalen Ruderregatta ist ein neuer dringend nötig. „Wir wollen Luzern als Regattastandort mit langer Rudertradition halten und für die Austragung von weiteren Weltcup-Regatten bewerben“, erklärt Andreas Bucher, Präsident des Luzerner Regattavereins. „Der Ersatz des Zielturms ist eine wichtige Voraussetzung dafür.“ Zudem solle das neue Bauwerk anlässlich der Ruderwelt Luzern im kommenden Juli „international ein starkes Zeichen“ setzen.
 
Der Verein habe in den vergangenen Monaten alles daran gesetzt, das Projekt hinsichtlich Planung und Finanzierung voranzubringen, teilt der Verein mit. Es sei im Austausch von Kanton und Stadt Luzern, Ebikon und LuzernPlus sowie verschiedenen Interessengruppen entstanden. Im Sommer signalisierte der Kanton seine Bereitschaft, die nötige Million für den Zielturm vorzustrecken, auch wenn die definitiven Beiträge von Kanton, Stadt und Gemeinde noch nicht formell beschlossen wurden. Damit stehen die Zeichen gut für den Turm: „Mit der Baueingabe per Ende August verfolgen wir einen Zeitplan, der die Inbetriebnahme rechtzeitig auf die Regatten vom kommenden Sommer erlaubt“, so Urs Hunkeler, Vizepräsident des Vereins Naturarena Rotsee. „Dass es nun vorwärts geht, ist ein wichtiges Argument für die private Finanzierungsaktion.“
 
Bis 2016 soll die gesamte Anlage stehen. Dazu gehören neben dem Zielturm auch das Ruderzentrum, eine technische Wettkampfinfrastruktur sowie Aufwertungen der Uferzonen, Wege und Plätze rund um den See. Insgesamt kostet die Anlage 16 Millionen Franken und wird von als Public-Private-Partnership-Projekt von der öffentlichen Hand und Privaten gemeinsam finanziert. (mai)
 
 
Mehr über das Projekt erfahren Sie im Artikel „Damit die Ruderer nicht auflaufen“ vom 6. Juni 2012.