Es grünt im alten Industriequartier

Es grünt im alten Industriequartier

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Teaserbild-Quelle: Christian Schwager
Das stark belastete ehemalige Winterthurer Industrie-Quartier Tössfeld hat mit dem Brühlpark eine grüne Oase erhalten. Gestaltet wurde er von den Rotzler Krebs Landschaftsachitekten, deren gelungenes Projekt nun vom Schweizer Heimatschutz mit dem Schulthess-Gartenpreis 2011 ausgezeichnet wurde.
 
Christian Schwager
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Christian Schwager
Rotzler Krebs Landschaftsarchitekten erhalten vom Schweizer Heimatschutz den Schulthess-Gartenpreis 2011 für die Umgestaltung des Brühlgutparks in Winterthur.
 
Das Quartier Tössfeld in Winterthur war im vorletzten Jahrhundert ein bedeutendes Industriegebiet. Hier standen die Schweizerische Lokomotivfabrik, der Industrie Konzern Sulzer und weitere Industrie- und Gewerbebetriebe. In den letzten Jahren hat sich dort einiges geändert: Das einstige Industrie-Areal hat sich zu einem neuen Wohn-, Arbeits- und Dienstleistungs-Gebiet gewandelt. Wegen seiner Vorgeschichte verfügt es nur über wenige Grünräume. Letzten Sommer hat die Stadt Winterthur mit der Einweihung des neugestalteten Brühlgutparks ein Zeichen gesetzt und einen der wenigen öffentlichen Grünräume im Quartier nachhaltig aufgewertet.
 
Die gestalterische Qualität des Brühlgutparks von Rotzler Krebs Landschaftsarchitekten erhält eine verdiente Auszeichnung. Die präzise Arbeit des Winterthurer Büros verbinde auf subtile Weise unterschiedliche Nutzungen und verknüpfe gekonnt den vorhandenen Bestand mit neu eingefügten Elementen zu einem wegweisenden Grünraum in einem städtischen Gebiet, das nach wie vor starken Transformationsprozessen unterworfen sei, heisst es dazu in der Medienmitteilung des Schweizer Heimatschutzes, der die die umsichtige Arbeit der Landschaftsarchitekten mit der Verleihung des mit 30‘000 Franken dotierten Schulthess-Gartenpreises 2011 würdigt. (mai/mgt)
 
 

Hintergrund

 
Stifter des 1998 erstmals verliehenen Gartenpreises ist das Ehepaar Dr. Georg und Marianne von Schulthess-Schweizer aus Rheinfelden. Mögliche Preisträger sind Gemeinden, Institutionen oder Privatpersonen, die eine herausragende Leistung auf dem Gebiet der Gartenkultur nachweisen können. Die drei Schwerpunkte für Auszeichnungen sind: Erhaltung und Pflege historisch wertvoller Gärten und Parkanlagen, Realisierung besonders qualitätsvoller, zeitgenössischer Grünanlagen und Aspekte der Forschung. Gewürdigt werden gestalterische und botanische Gesichtspunkte.