Erweiterung der Bauzone in Buchberg SH fraglich

Erweiterung der Bauzone in Buchberg SH fraglich

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Bei allen drei zum Betrieb des Flughafens Zürich übrig gebliebenen Varianten wird es nachts in der Schaffhauser Gemeinde Buchberg zu laut. Laut Schaffhauser Regierung ist damit fraglich, ob die Buchberger Bauzone überhaupt erweitert werden kann.
 
Nachts werden in allen drei verbliebenen Varianten nachts die Planungswerte in Buchberg überschritten. Dies hält die Schaffhauser Regierung in ihrer veröffentlichten Stellungnahme zu den im SIL-Koordinationsprozess erarbeiteten Betriebsvarianten für den Flughafen Zürich fest. Deshalb verlangt sie, dass der Nachtflugbetrieb auf das absolut Notwendige begrenzt wird. Zudem wird gefordert, dass der Lärm durch leisere Flugzeuge vermindert wird.

Keine verlängerten Pisten

Die Schaffhauser Regierung bevorzugt von den drei verbliebenen Betriebsvarianten Variante E, die von den geltenden Sperrzeiten im süddeutschen Raum ausgeht. Sie erreiche noch am ehesten eine faire Verteilung des Fluglärms, heisst es. Nichts wissen will die Regierung von Variante J mit verlängerten Pisten: Diese enthalte zusätzliche Starts über Schaffhausen hinweg und sei eine Kombination von Ost- und Nordbetrieb. Zudem bringe sie vermehrt Landanflüge kurz vor sechs Uhr morgens.
 
Den gleichen Nachteil hätte für die Schaffhauser Regierung allerdings auch die Variante E, bei der überdies noch die Beschränkungen über Süddeutschland wegfielen. Trotz dieser Vorbehalte würde die Schaffhauser Regierung nicht gegen eine Verlängerung der Westpiste 10-28 opponieren, wenn diese der Optimierung des Flugbetriebes diente.

Unfair verteilt

Die Schaffhauser Regierung kritisiert, dass die ursprünglichen Ziele des SIL-Prozesses - Sicherheit, Kapazität und Stabilität des Flugbetriebes zu erhöhen und die Lärmbelastung zu vermindern - teilweise verlorengegangen seien. Man habe die Ziele dem Anliegen geopfert, die Kapazität des Flughafens zu erhöhen und die Gebiete südlich des Platzes vom Flugbetrieb zu entlasten, moniert die Regierung. Damit sei keine faire Verteilung der Lärmbelastung mehr möglich gewesen. (sda)