Erstmals „Gärten des Jahres“ im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet

Erstmals „Gärten des Jahres“ im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet

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1. Preis: Haugarten in Erlangen, Orel + Heidrich Landschaftsarchitekten. (Callwey Verlag) 1/8

Ob bunter Bauerngarten, lauschiger Hof oder englischer Park einer Villa – die Bandbreite der „Gärten des Jahres“, die der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit einer Fachzeitschrift gekürt hat, ist gross. Dazu hat er einen reich bebilderten Band herausgegeben, der die 50 schönsten grünen Oasen im deutschsprachigen Raum vorstellt.

Davon erhielt eine den ersten Preis, drei weitere wurden mit einem Sonderpreis geehrt. Sowohl Buch als auch Preis sind eine Premiere: Der deutsche Verlag hat die Preise heuer erstmals vergeben. Unterstützt wurde er dabei unter anderem von der Landschaftsarchitektur-Fachzeitschrift „Garten + Landschaft“. Eine der wenigen Bedingungen war, dass die Anlagen von Landschaftsarchitekten oder von Garten- und Landschaftsbauern gestaltet sein mussten. Wie der Verlag mitteilt, wurde bei der Auswahl Wert auf „ganzheitliche Konzepte“ gelegt, die den Wohnraum erweitern. Auch wenn sich der Preis an den ganzen deutschsprachigen Raum richtet, das Gros der Gärten befindet sich in Deutschland, die mit Preisen ausgzeichneten Projekte ebenfalls.

Renaturieren statt gärtnern

So ehrte die Jury mit dem ersten Preis einen verwinkelten, auf unterschiedlichen Ebenen angelegten Hausgarten in Erlangen. Besonderes Lob erhielt er für die Tatsache, dass die Büro Orel + Heidrich einen bereits vorhandenen Kiefernbestand in ihr Konzept integriert hatte: Er trage mit seinem lichten Schattenwurf wesentlich zur „besonderen Atmosphäre“ des Gartens bei.

Einer der drei Sonderpreise geht nach Bayern an den Starnberger See für die Renaturierung einer Feuchtwiese, die als Garten zu einem Wohnhaus gehört. Die Landschaftsarchitekten von Design Associates versetzten den Grund damit gewissermassen wieder in seinen Urzustand . Des Weiteren zeichnete die Jury einen Privatgarten in Bad Zwischenhahn für sein „Grün in allen Schattierungen“ und „seine Formensprache“  oder vielmehr für „die Geometrie in ihrer schönsten Ausprägung“ aus. Auch einen Sonderpreis erhielt ein grosszügig angelegter, englischer Landschaftsgarten in Meerbusch, aus der Feder des Büros WKM Weber Klein Maas.

Unter den fünfzig grünen Oasen, die der zum Wettbewerb gehörige Band präsentiert, sind auch zwei aus der Schweiz dabei: ein eleganter Villengarten in Riehen, nach einem Entwurf  Martin P. Abrahamses sowie ein „grünes Zimmer  mit Aussicht“ in Bottighofen, das von  der Erni Gartenbau + Planung AG konzipiert worden ist.  (mai)

Gärten des Jahres - Die 50 besten Privatgärten 2016
272 Seiten, 472 farbige Abbildungen und Pläne, 23 x 29,7 cm, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-7667-2204-1, Preis: 79 Franken