Erstes öffentliches Baumaschinenmuseum

Erstes öffentliches Baumaschinenmuseum

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Teaserbild-Quelle: Bilder: Frédéric Zwicker

Die Firma Eberhard Bau AG hat im Mai mit dem „Ebianum“ in Fisibach AG das erste öffentliche Baumaschinenmuseum der Schweiz eröffnet. Die ausgestellten historischen Baumaschinen sind eng mit der Geschichte der Firma verknüpft. Diese wiederum ist geprägt von Entwicklungen der Nachkriegszeit.

Im Jahr 1948 bewirtschafteten die Brüder Heinrich und Rudolf Eberhard sumpfiges Landwirtschaftsland mit einem Raupentraktor Cat D 2. Ihr Land, das nahe am Flughafen Kloten lag, musste bald dem Ausbau der Flughafenpisten weichen. 1954 investierten die beiden Eberhards dann in einen gebrauchten Trax Cat HAT 4, hängten die Landwirtschaft an den Nagel und gründeten das Bagger- und Traxunternehmen Gebrüder Eberhard. Das Unternehmen behauptete sich auch während der Ölkrise. Nicht zuletzt durch Aufträge in Saudi-Arabien.

Heute, gut 60 Jahre später, erlaubt das Baumaschinenmuseum „Ebianum“ in Fisibach einen Einblick in die Entwicklung der Baumaschinen sowie der Firma Eberhard Bau AG. Im modernen Ausstellungssaal stehen ganz unterschiedliche Maschinen – von der Dampfwalze aus dem Jahr 1928 über historische Seilbagger bis zum Simulator eines modernen Krans.

Ein grosser Teil der Maschinen, die präsentiert werden, war früher im Unternehmen im Einsatz. Wo diese Maschinen nicht mehr existieren, wurden vielfach dieselben Modelle angeschafft und restauriert. Die allermeisten Exponate sind einsatztüchtig und lassen sich selbständig aus der Halle fahren, damit das Ebianum seine Ausstellung abwechslungsreich gestalten sowie Vorführungen durchführen kann. Für die Instandsetzung und den Unterhalt der altehrwürdigen Kraftpakete ist die eigens zu diesem Zweck gegründete IG EbiO zuständig. Zirka 30 Mitglieder – einerseits Angestellte der Firma, die sich in ihrer Freizeit freiwillig mit den Oldtimern befassen, andererseits Pensionierte, die gerne hin und wieder den Schraubschlüssel greifen und sich die Hände schmutzig machen – treffen sich einmal im Monat, um den einwandfreien Zustand der Maschinen zu garantieren.

Das Museum richtet sich indes nicht ausschliesslich an Baumaschinenexperten. Es  wurde als Ausflugsziel für Jung und Alt konzipiert. Kindern stehen auf einem Bauplatz diverse Geräte zur Verfügung, die sie einladen, ihre eigenen Bauprojekte zu verwirklichen. Die Eltern können sich derweil in der Cafeteria im modernen Foyer verköstigen. (fz)

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