Erste Verkaufserfolge an der Adria

Erste Verkaufserfolge an der Adria

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Samih Sawiris Orascom übt mehr Zurückhaltung bei den Ausgaben. Nach Verlusten von fast 100 Millionen Franken auf Grund der ägyptischen Turbulenzen wird es Einschnitte in verschiedenen Unternehmensbereichen geben. Nichtstrategische Beteiligungen werden verkauft und entsprechend Personal abgebaut. In Montenegro werden dagegen erste Investitionen in die Entwicklung eines Tourismusresorts getätigt.

 

An der Generalversammlung der Orascom Development in Altdorf am 13. Mai kündigte CEO Gerhard Niesslein Schritte der Konsolidierung an. Diese beinhalten den Verkauf nichtstrategischer Beteiligungen und damit den Abbau von Personal. Diese Massnahmen stehen vor allem im Zusammenhang mit unbefriedigenden auch politischen Entwicklungen in Ägypten, wo ein Verlust von gegen 100 Millionen entstanden ist. Die Rede ist von 40 Millionen Franken, die in drei Jahren eingespart werden sollen. Die verhaltene Verkaufsentwicklung in Andermatt dürfte ebenfalls eine dämpfende Wirkung auf die Dynamik des Unternehmens entfaltet haben.

Optimistisch sieht Gerhard Niesslein dagegen die Entwicklung des Tourismusresorts Lustica Bay in Montenegro, wo am 17. Mai der Spatenstich unter der Bauherrschaft des Bruders Samih Sawiris' erfolgen soll. Federführend ist der Generalunternehmer Besix-Group, an dem Sawiris' Bruder Nassef mit seiner Baufirma Orascom Construction Industries zu 50 Prozent beteiligt ist.

An dem Joint Venture in einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Franken zwischen Orascom und der montenegrinischen Regierung hält Orascom 90 Prozent. Auf dem Areal von insgesamt etwa 7 km/2 sollen insgesamt 1000 Wohnungen, 500 Villen, acht Hotels, ein Golfplatz und zwei Häfen hochgezogen werden. Die Quadratmeter-Preise liegen bei 3500 Franken (Andermatt ab 6000 Franken). Gemäss Samuel Meyer, dem Chef von Orascom Montenegro, wurden bereits 60 Wohnungen, sechs Apartments und zwei Golfvillen verkauft. Mit einem ernsthaften europäischen Hotelbetreiber befindet man sich bereits in Verhandlungen. Gemäss Meyer werden 2013 etwa 10 Millionen Euro verbaut, im nächsten Jahr bereits das Fünffache. (mai)