Erhöhtes Asthma-Risiko bei Kleinkindern

Erhöhtes Asthma-Risiko bei Kleinkindern

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Von Schimmel befallene Räume können bei Kleinkindern eine chronische Entzündung der Lungenwege und später Asthma verursachen. Zu diesem Schluss kamen Forscher der University of Cincinnati (USA) in einer Studie.
 
Eine Untersuchung von Kindern in Wohnungen mit Schimmelbefall oder Modergeruch fördert zu Tage, dass 18 Prozent der Kinder, die als Einjährige in einem solchen Zuhause lebten mit sieben Jahren Asthma haben. Das sind doppelt so viele wie bei Kindern in schimmelfreien Wohnungen. Laut den Forschern sind dies alarmierende Ergebnisse in einer Zeit, in der viele Häuser zwar energetisch saniert werden, aber dem Entlüftungsproblem genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Schimmelpilze gedeihen am besten ab rund 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. In kalten Ecken (Wärmebrücken) oder bei Fenstern ist das schnell der Fall. Ideal ist ein Wert von 40 bis 60 Prozent.
 
Gemäss Erkenntnissen der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie kann Schimmel beim Menschen eine klassische Allergie gegen gewisse Schimmelarten auslösen, wie Asthma. Schimmel kann aber auch die Reaktion auf andere Allergieauslöser wie Pollen verstärken. Bisher gilt die weit verbreitete Annahme, dass der Kontakt mit allergenen Substanzen im frühen Kindesalter später zur erhöhten Toleranz gegen diese beiträgt und sogar Asthma verhindern hilft. Wenn sich diese ersten Erkenntnisse der US-Forscher aus Cincinnati weiter erhärten, müsste künftig das Gegenteil angenommen werden. (mai)