Erhöhter Leerbestand an Zürcher Wohnungen

Erhöhter Leerbestand an Zürcher Wohnungen

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Die Leerwohnungsziffer in der Stadt Zürich stieg von 0,05 auf 0,07. Die Anzahl unvermieteter Wohnungen erhöhte sich allerdings ausschliesslich im Hochpreissegment. Bei den erschwinglicheren Wohnungen veränderte sich die Marktlage kaum.
 
Am 1. Juni dieses Jahres standen in der Stadt Zürich 136 Wohnungen leer, 27 mehr als vor einem Jahr. Die Leerwohnungsziffer stieg von 0,05 auf 0,07. Der Leerbestand an mittelgrossen Wohnungen mit drei bis fünf Zimmern hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Häufiger stehen nun aber auch Lofts, Zweizimmer- und Sechszimmerwohnungen leer. Die Anzahl unvermieteter Wohnungen erhöhte sich ausschliesslich im Hochpreissegment, das heisst bei Wohnungen, die pro Zimmer und Monat mehr als tausend Franken kosten. Bei den erschwinglicheren Wohnungen veränderte sich die Marktlage kaum. Gesamtstädtisch ist der mittlere Preis für einen Quadratmeter unvermieteter Wohnflächen innert Jahresfrist um 17,8 Prozent auf 31 Franken gestiegen. Dieser Preisanstieg ergab sich weniger durch die Preisaufschläge selbst, sondern durch Ausweichbewegungen von Mietern. Diese nutzen die Gelegenheiten im etwas entspannteren Markt und weichen auf billigere Objekte aus. Als leerstehend sind daher immer häufiger nur noch teure Wohnungen zu zählen. Das gegenwärtige Überangebot an Wohnungen im Hochpreissegment spiegelt sich in der geografischen Verteilung der Leerwohnungen. War die Leerwohnungsziffer im Kreis 12 (Schwamendingen) vor drei Jahren noch sehr viel grösser als im Kreis 7 (Zürichberg), hat sich das Verhältnis nun umgekehrt: Am Zürichberg stehen anteilmässig acht Mal so viele Wohnungen leer wie in Schwamendingen, das bei den Wohnungssuchenden zurzeit am meisten gefragt ist. Generell hat die Zahl der Leerwohnungen in jenen Gebieten zugenommen, die für ihre hohe Wohnqualität bekannt sind: Zürich- und Käferberghang (Kreise 6, 7 und 10) und das Gebiet zwischen See und Üetliberg (Kreise 2 und 3). Deutlich weniger Leerwohnungen dagegen wurden in den Glatttalkreisen 11 und 12 gezählt, in denen sich eher günstige Wohnungen finden lassen. (mgt)