Eppenberg: Tunnelbohrmaschine kommt bald

Eppenberg: Tunnelbohrmaschine kommt bald

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Teaserbild-Quelle: Bilder: © SBB CFF FFS

Die Vorbereitungsarbeiten für das Herzstück des SBB-Projekts Vierspurausbau Olten-Aarau sind auf Kurs. Noch diesen Monat wird die Bohrmaschine angeliefert, die sich drei Kilometer durch den Eppenberg fressen wird.

Mit dem Vierspurausbau Olten-Aarau beheben Bund und SBB seit April 2015 eins der grössten Nadelöhre im Mittelland. Wesentliche Bestandteile des 855-Millionen-Projekts sind Ausbauten in der Zufahrt Olten, ein viertes, 2,5 Kilometer langes Gleis zwischen Dulliken und Däniken sowie das Herzstück, der doppelspurige Eppenbergtunnel. Er wird rund drei Kilometer lang. Die zwei Abschnitte bei den Portalen in Gretzenbach und Wöschnau werden in Tagbauweise erstellt, das Mittelstück – mit mehr als 2,6 Kilometern das grösste – wird gebohrt. Wie die SBB in einer Mitteilung schreiben, sind die Vorbereitungsarbeiten nun soweit gediehen, dass Ende Jahr damit begonnen werden kann.

Hierfür wird am Ende dieses Monats die 2400 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine auf die Baustelle geliefert. Vor dem künftigen Tunnelportal Wöschnau haben Arbeiter eine 300 Meter lange Baugrube ausgehoben. Direkt davor befindet sich der Montageplatz für die riesige Maschine. Interessierte Zuschauer können oberhalb der Baugrube von einer Aussichtsplattform aus die Montage beobachten. Ende Jahr nimmt das Bohrgerät dann seine Arbeit auf. Das Ausbruchmaterial wird laut Communiqué auf einem Förderband zur baustelleneigenen Materialaufbereitungsanlage transportiert. Im Betonwerk, das sich gleich daneben befindet, werde ab dem nächsten Frühjahr Beton hergestellt, der gleich wieder verbaut werde.

Nebst dem Haupttunnel wird an der Aarauerstrasse ein horizonaler Querstollen ausgebrochen, der als Notausstieg dient. Die Arbeiten haben bereits begonnen, zwei Drittel sind fertig und führen schon mehr als 60 Meter in den Berg hinein. Für zwei weitere Notausstiege in Schönenwerd und Gretzenbach – sie werden vertikal aus dem Haupttunnel führen – haben die ersten Vorarbeiten begonnen. Der Eigentliche Bau der Schächte beginnen diesen Herbst (Gretzenbach) respektive ab Frühjahr 2017 (Schönenwerd). Auf der westlichen Seite des Eppenbergtunnels in Gretzenbach soll die Bohrmaschine Anfang 2018 einfahren. Dort ist die Zielbaugrube bereits zu zwei Dritteln ausgehoben. Das Gesamtprojekt soll bis Ende 2020 fertig sein. (pd/mt)