EPFL-Student will mit Solarlampen Dritte Welt «erleuchten»

EPFL-Student will mit Solarlampen Dritte Welt «erleuchten»

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Kerosinlampen sind weder ökologisch noch gesund. Zudem sind sie für viele Menschen in der Dritten Welt zu teuer. Ein Student der EPFL will ihnen mit selbstgebauten Billigsolarlampen eine Alternative bieten.

Kerosinlampen schädigen Umwelt und Gesundheit – wer sie täglich braucht, könnte stattdessen auch 40 Zigaretten inhalieren. Trotzdem stehen sie in Entwicklungsländern hoch im Kurs: Weltweit erhellen 1,6 Milliarden Menschen ihre Zuhause damit. Hinzu kommt noch, dass diese Art der Beleuchtung eine finanzielle Belastung bedeutet. Die zwei bis drei Dollars, die ein Haushalt wöchentlich für Kerosin ausgibt, machen oft bis zu einem Fünftel seines Budgets aus.

EPFL-Student Govinda Upadhyay hat eine Solarlampe entwickelt, die bis auf die Solarpanels mit wenig Material selbst hergestellt werden kann: Es braucht ein Kabel, ein Ein- und Ausschalter, eine Handy-Batterie, LED und eine leere Flasche oder Schachtel als Schirm. Mit Hilfe von LEDsafari, einem eigens für seine Erfindung gegründeten Start Up, und Globetrottern will der gebürtige Inder das Solarlicht an die Frau und den Mann bringen: Interessierte lernen in einem eintägigen Kurs wie man eine Solarlampe baut. Auf ihrer Reise geben sie dann ihr erworbenes Wissen im Rahmen eines dreitägigen Kurses weiter. Diesen hat Upadhyay ebenfalls entwickelt: Im ersten Teil geht es um die negativen Auswirkungen von Kerosinlampen und im zweiten um den Bau einer Solarlampe. Zudem soll der Kurs die Teilnehmer befähigen, das Gelernte ebenfalls weiterzugeben. «Es ist wichtig, dass die Menschen dieses System übernehmen, damit es nicht mehr etwas ist, dass aus einem reichen Land importiert wurde», sagt Upadhyay.  Dass die Idee funktoniert, zeigten übrigens bereits Piloprojekte in Tansania, Kenia und Indien. (mai)


Weitere Infos: ledsafari.com