EPFL-Kongresszentrum – wo die Photovoltaik bunt wird

EPFL-Kongresszentrum – wo die Photovoltaik bunt wird

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Teaserbild-Quelle: EPFL

Eine bunt gestreifte Front aus Photovoltaikzellen und ein weit auskragendes Dach sind die Markenzeichen des heute eingeweihten Swiss Convention Center der EPFL. Das Gebäude aus der Feder des Lausanner Büros Fichter Dahl Roche & Associés gehört laut EPFL zu den „modernsten und best ausgerüsteten Kongresszentren der Welt“.

Allerdings soll es mehr sein als „nur“ ein Kongresszentrum. Wie André Schneider, Vizepräsident der EPFL, heute anlässlich der Eröffnung erklärte, dient es auch als sogenanntes Smart Conferencing Lab oder vielmehr als Ort, an dem „innovativste Technologien“ erprobt werden sollen. Unter anderem verfügt das Zenturm über beliebig umgestaltbares Auditorium: Es lässt sich innerhalb von 15 Minuten automatisch von einem Amphitheater mit 3000 Plätzen in einen mehr als 1800 Quadratmeter grossen Bankettsaal umwandeln. Zudem verfügen die Säle über intelligente Bildschirme, die etwa mit dem Smartphones der Kongressteilnehmer kommunizieren und ihnen etwa Arbeitsdokumente zur Verfügung stellen können.

Auch sonst zeichnet sich das Zentrum durch neueste Technologien aus: Es steht auf Pfählen, von denen einige gleichzeitig als Geothermie-Sonden dienen. Dieses sind mit Sensoren versehen und sollen so bei der Weiterentwicklung solcher Technologien helfen. Zudem ist eine der Fassaden mit sogenannten Grätzelzellen versehen, die nebenbei auch Gestaltungselement sind: Es sind durchsichtige, bunt einfärbte Solarzellen, die ein von EPFL-Professor Michael Grätzel entwickeltes Prinzip nutzen. (mai/pd)