EPFL: Brücken sichern mit Photoshop?

EPFL: Brücken sichern mit Photoshop?

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Bildbearbeitungsprogramme können helfen, den Zustand von Infrastrukturbauten wie Brücken oder Gasleitungen viel genauer zu überwachen, als dies bis anhin mit Messungen, bei denen optische Fasern als Sensoren fungieren, möglich war. Was es dazu braucht, wissen Forscher der «Groupe de fibres optiques» (GFO) der ETH Lausanne.

Sie stellen die über optische Fasern gewonnenen Daten als ein Raster aus ­Pixeln dar und bearbeiten dieses anschliessend auf ähnliche Weise wie eine Fotografie. «In dem man standardmässige Filter anwendet, wie sie beispielsweise Photoshop anbietet,  können die Verzerrungen – unter denen diese Messtechnik leidet – äusserst effektiv re­duziert werden», sagt Luc Thévenaz, Leiter der GFO. Dies wiederum erhöht die ­Präzision der Messmethode mit optischen Fasern massiv, laut EPFL um das Hundertfache. Mit Hilfe einer solchen Analyse liessen sich Brücken nicht nur genauer, sondern auch kostengünstiger kontrollieren. Wie Thévenaz ­erklärt, könnte sie eine Alternative zur ­Installation zusätzlicher Messinstrumenten ­bieten. (mai)