EM2N baut Produktionsstätte in Perlen LU

EM2N baut Produktionsstätte in Perlen LU

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Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Medela mit Sitz in Baar will in den kommenden Jahren seinen Betrieb zentralisieren, und zwar in Perlen, das zur Luzerner Gemeinde Buchrain gehört. Auf einer Fläche von 48'000 Quadratmetern soll dort eine Produktionsstätte für die Bereiche „Stillen und Healthcare“ entstehen. Die Überbauung stammt aus der Feder Zürcher Büros EM2N.
 
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So stellen sich die Architekten die neue Produktionsstätte sowie Verwaltungsgebäude vor.
 
„Es war uns wichtig, schon sehr früh Klarheit über die Entwicklungsmöglichkeiten auf unserem neuen Areal in Perlen zu gewinnen und ein Projekt zu wählen, das architektonisch überzeugt und die betrieblichen und wirtschaftlichen Erwartungen erfüllt“, erklärte Michael Larsson, Verwaltungsratspräsident der Olle Larsson Holding, zu der Medela gehört, anlässlich der Medienorientierung über das Projekt. Deshalb wurden sechs Schweizer Architekturbüros beauftragt, in einem Masterplan die Nutzungsmöglichkeiten des Gesamtareals in drei Entwicklungsphasen aufzuzeigen: Für die erste Phase mussten die Architekten für die Betriebsbereiche Produktion, Lager und Logistik ein Neubauprojekt ausarbeiten. Sie mussten zudem aufzeigen, wie in der zweiten Phase ein Verwaltungsgebäude integriert und in einer dritten Phase weitere Nutzungen des restlichen Grundstücks realisiert werden könnten. - Die EM2N Architekten konnten die Jury mit ihrem Vorschlag überzeugen. „Es sei eine bemerkenswerte Tatsache, dass ein mittelgrosses Industrieunternehmen wie die Medela für eine Industrie-Überbauung zu einem derart umfangreichen Projektwettbewerb einlade, so Juryleiter und Architekt Peter Ess. Das vorliegende Resultat zeige, dass ein Wettbewerb oft zu überzeugenden Lösungen führe.
 
Lob erhielt der Vorschlag der EM2N Architekten bezüglich des Gebäudevolumens für das Hochregal- und Kleinteilelager, die Produktion, Konfektion und Logistik, das aus vier zueinander versetzten Teilen besteht und dennoch ein kompaktes Ganzes bildet. Die Setzung dieses Gebäudes bedränge die Kleinmassstäblichkeit des Dorfes nicht und gehe trotzdem haushälterisch mit der Landressource um. Zudem würdigte die Jury die zentrale Anbindung der Produktionsräume an die Lagertechnik und die Belichtung der Nutzflächen. Die Lastwagenanlieferung im Norden reduziere die Befahrung des Grundstücks auf ein Minimum und entflechte den Warentransport vom Fussgängerbereich.
 
Für die zweite Phase schlagen die Architekten im Süden des Areals einen eigenständigen Verwaltungsbau vor,  der von einer Parklandschaft umgeben ist. Dieser Bau stelle mit seiner Rundform „einen sympathischen, prägnanten, aber doch angemessenen Firmenauftritt“ dar, so die Jury. In der dritten Phase kann auf der Nordseite ein Längsgebäude errichtet werden, das genügend Abstand zum Produktionsgebäude hat und flexibel genutzt werden kann.Sowohl Kosten als auch Zeitplan stehen noch nicht fest. Diese liessen sicherst mit der Konkretisierung des Projekts festlegen, heisst es in der Medienmitteilung von Medela. Als nächstes wird nun der Masterplan in allen Details ausgearbeitet und der Vorschlag für das Produktionsgebäude überarbeitet. (mai/mgt)