Elektroinstallateure ohne Bewilligung unterwegs

Elektroinstallateure ohne Bewilligung unterwegs

Gefäss: 
Immer mehr Elektroinstallateure arbeiten ohne Bewilligungen auf Schweizer Baustellen. Dies berichtete vor Kurzem die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ). Die Zahl der Anzeigen stiegen von 74 (2009) auf 182 (2010).
 
Wer Elektroinstallationen ausführt, benötigt eine Installationsbewilligung. Kontrolliert wird dies durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI )Verstösse werden durch das Bundesamt für Energie geahndet - es kommt in solchen Fällen zu Bussen bis zu mehreren tausend Franken. Wie die NZZ ausführt betreffen zwei Drittel der Verstösse Firmen mit Sitz in der EU. Erklärt werden diese markanten Zunahmen von den Bundesämtern mit der Personenfreizügigkeit. Die Schweiz sei durch die eher höheren Preise und Löhne und vor allem durch die sehr gute Baukonjunktur attraktiv. Verstösse häufen sich vor allem im grenznahen Bereichen, wo Installationsfirmen ohne Bewilligungen auftreten, im Aargau, Zürich, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen aber auch im Einzugsgebiet Genfs und sehr stark im Tessin.

Gemäss Auskunft des Starkstrominspektorates (ESTI) finden nach „unkonzessionierten Installationen“ oft keine abschliessenden Kontrollen der Arbeiten durch eine unabhängige, konzessionierte Firma statt. Relativ häufige Mängel sind zu schwache Kabel-Querschnitte und in der Folge davon unerwünschte Wärmeentwicklungen. Kontrollen werden gemäss NZZ und Auskunft des ESTI unter anderem auch durch Hinweise von Schweizer Installateuren ausgelöst. Laut der Zeitung wird von den Behörden auch für 2011 mit eine hohen, eher steigenden Anzahl Anzeigen gerechnet. (mai)