Elektra Baselland misst den Wind in Liestal

Elektra Baselland misst den Wind in Liestal

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Teaserbild-Quelle: Symbolbild, Bill Morrow, CC BY 2.0, flickr.com

Ein knapp 100 Meter hoher Messturm erhebt mindestens ein Jahr lang die Windverhältnisse auf dem Schleifenberg in Liestal. Die Elektra Baselland will damit klären, ob ein Windpark wirtschaftlich betrieben werden kann.

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Symbolbild, Bill Morrow, CC BY 2.0, flickr.com
Windpark in den USA

Auf dem bewaldeten Schleifenberg in Liestal BL plant die Elektra Baselland (EBL) einen Windpark mit drei Turbinen. Jetzt hat die EBL einen knapp 100 Meter hohen Messmast aufgestellt. Während mindestens eines Jahres sollen Winddaten erhoben werden. Damit solle die Frage beantwortet werden, ob auf dem Schleifenberg genügend Wind für eine wirtschaftliche Stromproduktion weht, erklärt EBL-Projektleiter Martin Strohmaier in einer Medienmitteilung.

Helikopter im Einsatz

Der Turm besteht aus fünf Teilen. Sie wurden aufeinander gestellt und mit sogenannten Auslegern gesichert. Dabei kam ein Helikopter zum Einsatz. "Gemessen werden die Windgeschwindigkeit und -richtung, Turbulenzen, die Luftfeuchtigkeit sowie der Niederschlag", sagt Andreas Appenzeller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiegenossenschaft Adev, die an diesem Projekt ebenfalls beteiligt ist.

Die dafür nötigen Instrumente befinden sich in den oberen Teilen des Messmasts. Die Windgeschwindigkeit wird auf zwei Höhen gemessen, denn diese kann auf verschiedenen Höhen unterschiedlich sein.

Umweltverträglichkeitsprüfung nötig

Wenn die Messungen gute Windverhältnisse nachweisen, wird die Nutzungsplanung angegangen. Dazu gehört unter anderem die Umweltverträglichkeitsprüfung. Nach der öffentlichen Auflage der Nutzungsplanung sprechen der Liestaler Einwohnerrat und möglicherweise das Stimmvolk an der Urne das letzte Wort. Bis zum Bau der Anlagen können so bis zu vier Jahre verstreichen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Entstehen soll die Windkraftanlage auf einem Grundstück der Bürgergemeinde Liestal. Die Bürgergemeinde hat diese Nutzung bereits abgesegnet. Für den Windpark soll ein Baurechtsvertrag abgeschlossen werden. (mgt)