Eisspass auf der Altersheim-Terrasse

Eisspass auf der Altersheim-Terrasse

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Teaserbild-Quelle: Tom Bisig

Eine Schlittschuhbahn lockt junge und erwachsene Gäste auf die Terrasse des Pflegezentrums Brunnmatt in Liestal. Gefahren wird nicht auf Eis, sondern auf speziellen Kunststoffplatten.

Schlittschuhlaufen und Eisstockschiessen auf der Terrasse des Pflegezentrums Brunnmatt: Mit dieser Idee konnte Geschäftsführer Andreas Meyer den Stiftungsrat und viele Sponsoren begeistern. Die Eisbahn soll externe Besucher in das öffentliche Restaurant des Pflegezentrums locken.

Das Pflegezentrum Brunnmatt in Liestal (BL) hat bei seiner Erweiterung vor drei Jahren ein grosszügiges Restaurant als künftiges Quartier-Zentrum eingerichtet. Geschäftsführer Andreas Meyer war aber mit der Auslastung des Restaurants zu gewissen Randzeiten nicht zufrieden, wie er der "Basellandschaftlichen Zeitung" erzählte. Nach seinen Vorstellungen soll sich die Gaststätte zu einem Generationen-Treffpunkt entwickeln.

Keine Kühlung nötig
Im vergangenen November wurde die grosse Terrasse vor dem Restaurant in eine Eisbahn umgewandelt. Meyer hatte im Internet recherchiert und im Laufental einen Unternehmer gefunden, der für künstliche Eisbahnen Kunststoffplatten samt Schlittschuhen vermietet.

Knapp 100 Quadratmeter stehen fürs Schlittschuhlaufen und weitere 50 fürs Eisstockschiessen zur Verfügung. Gekühlt werden muss nichts. Das spart Energie. Mehrere Firmen buchten das Restaurant samt Schlittschuhbahn für ihre Weihnachtsessen. Auch Schulen nutzten das Angebot. Fünf Franken kostet der Eintritt inklusive Schlittschuhmiete für ein Kind. Erwachsene bezahlen den doppelten Betrag.

Von Sponsoren finanziert
Finanziert wird die künstliche Eisbahn von Sponsoren. Sie liessen über 20'000 Franken springen. Die vom Stiftungsrat gesprochene Defizitgarantie musste nicht in Anspruch genommen werden. Vor drei Jahren war gar der zehnfache Betrag an Spenden geflossen. Das Pflegezentrum konnte alle zurückgestellten Wunschprojekte verwirklichen - von einem Brunnen über ein Tiergehege und eine Solaranlage bis hin zu einem speziellen Therapieraum für nervöse und demente Bewohner.
Am 6. Januar ist der Eiszauber wieder vorbei. Das Heim kann sich vorstellen, Bahn und Schlittschuhe für die Zukunft kaufen. Von den Heimbewohnern kann sich laut Geschäftsführer Meyer leider niemand mehr auf die Schlittschuhe wagen. Immerhin gebe es noch Anwärter fürs Eisstockschiessen. (mgt)