Einzigartiges Zuhause für Basler Affen

Einzigartiges Zuhause für Basler Affen

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Teaserbild-Quelle: zvg
Die Basler Menschenaffen können jetzt auch nach draussen: Der Basler Zoo hat für seine Gorillas, Orang Utans und Schimpansen ein neues bis zu 16 Meter hohes Aussengehege eröffnet. Die Anlage ist laut Fachleuten europaweit einzigartig.
 
 
 
„Wir haben mit der neuen Aussenanlage eine neue Erlebniswelt für Menschenaffen gebaut“, so Zoodirektor Olivier Pagan. Die Tiere könnten in dem in zweijähriger Bauzeit entstandenen Gehege Sonne und Regen erleben, Würmer und Kräuter suchen, aber auch die Welt um sie herum - das Zoopublikum und andere Tiere - sehen. Die neue Anlage ähnelt einem Zirkuszelt, dessen Gerüst jedoch mit Stahlnetzen statt Planen bespannt ist. Betonstützen halten in der Mitte die Konstruktion, aussen wachsen Kletterpfanzen an den Netzen empor. Das Gelände innerhalb der Anlage ist mir Erde, Sand, Baumstämmen und Kletterseilen versehen und wird von einem kleinen Bach durchzogen.
 
In einem Teil hat der Zolli eine Weltneuheit installiert: bewegliche, bis sieben Meter hohe Fiberglasstangen, die an Bambus erinnern und den Orang Utans das Schwingen von Baum zu Baum erlauben. Die teilweise doppelt angebrachten Netze sollen sich dank zunehmendem Pflanzenbewuchs im Laufe der Zeit in einen dchungelähnlichen Raum verwandeln. Und während die 22 Menschenaffen - sieben Gorillas, sechs Orang Utans und neun Schimpansen – in ihrem Reich unterwegs sind, kann ihnen das Publikum durch Fenster dabei zu schauen.
 
Der Zolli habe mit der Anlage neue Massstäbe gesetzt, sagte der Leipziger Zoodirektor und Präsident des Weltzooverbandes WAZA, Jörg Junold.  Solch grosse netzumspannte Gehege kenne man in Europa bisher nicht, sagte auch der für den Bau mitverantwortliche Landschaftsarchitekt Rainer Zulauf. Die Idee der Netz-Konstruktion war entstanden, als der Zoo Basel sein Affenhaus neuen Erkenntnissen der Tierhaltung anpassen wollte: Ein Freigelände mit Umgebungsgraben war wegen des Platzmangels im Stadtgebiet nicht möglich. Laut Zoo-Bauchef Lukas Stutz steht den Tieren nun aber etwa das hundertfache Volumen der alten Gehege zur Verfügung. Vergrössert worden waren auch die Innenanlagen im Affenhaus, das umgebaut und bereits 2011 wiedereröffnet wurde. Innen wie aussen leben indes Gorillas, Orang Utans und Schimpansen getrennt: Das Aussengehege ist in fünf Abteile aufgeteilt, 90 Schieber erlauben Durchgänge zwischen den einzelnen Teilen und dem Affenhaus.
 
In der Anlage sind zudem auch sieben Kleinaffenarten untergebracht. Ermöglicht hat den Bau und Umbau der Affenanlagen die Eckenstein-Geigy-Stiftung: Sie steuerte an die Kosten von 30 Millionen Franken alleine 25 Millionen bei. Auch die übrigen Kosten wurden durch Spenden gedeckt. (mai/sda)