Einsprachen gegen Hafenkran im Kleinbasel

Einsprachen gegen Hafenkran im Kleinbasel

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Ein ausrangierter Hafenkran soll vom Gross- ans Kleinbasler Rheinufer versetzt werden. Doch die Pläne sind auf Widerstand gestossen. Die Kritik: Am neuen Standort sei der Kran als Denkmal wertlos.

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Dieser Kran im Hafen St. Johann soll an den Klybeckquai verschoben werden

Bis 2010 war er im Hafen St. Johann in Betrieb und entlud dort während Jahrzehnten Frachtschiffe. Jetzt soll ein ausrangierter Hafenkran an den Klybeckquai verschoben werden - und damit vom Gross- ans Kleinbasler Rheinufer. Novartis hat ihn kürzlich der Stadt geschenkt, damit "ein bedeutendes Stück Hafenkultur erhalten werden kann", wie der Kanton erklärte.

"Standort ist Teil des Denkmals"

Gegen das Baugesuch für den Hafenkran am Kleinbasler Rheinufer sind laut Medienberichten mehrere Einsprachen beim Bau- und Gastgewerbeinspektorat eingegangen. Aus denkmalpflegerischer Sicht sei ein Objekt, das an einen anderen Ort versetzt werde, als Denkmal wertlos, heisst es in der Einsprache eines Heimatschutz-Interessierten. "Der Standort ist Teil des Denkmals."

Der Basler Heimatschutz teilt gemäss den Berichten diese Einschätzung: "An diesem Standort am Klybeckquai handelt es sich bei diesem Kran um ein Industriedenkmal ohne Funktion." Auch der Heimatschutz habe eine Einsprache geprüft, aber dann darauf verzichtet. Es sei auch eine Leistung, den Hafenkran wieder aufzubauen, auch wenn an diesem Ort nicht damit gearbeitet worden sei. Die kantonale Denkmalpflege begrüsst den Wiederaufbau des Hafenkrans am Klybeckquai "als Reminiszenz an die Hafenwirtschaft".

Bar und Restaurant geplant

Der gleiche Einsprecher befürchtet aber auch Nachtlärm. Denn der Hafenkran soll für die Bevölkerung begehbar gemacht und für eine Bar und ein Restaurant genutzt werden. Der Kran soll laut dem Kanton mehr als nur ein Denkmal für den stillgelegten Hafen sein. Der Wiederaufbau des Krans sei ein erster Schritt zu einer attraktiven Rheinpromenade nördlich der Dreirosenbrücke.

Im Klybeck werden die Werkareale von BASF und Novartis in Zukunft nicht mehr oder nur noch eingeschränkt für industrielle Zwecke benötigt. Die Grundeigentümer und der Kanton wollen deshalb "gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, um die Industrieareale zu öffnen und unter Einbezug der bestehenden Bauten ein vielfältig genutztes, lebendiges Stadtquartier zu entwickeln". (pd)