Eine Werkhalle zum Bauklötze staunen

Eine Werkhalle zum Bauklötze staunen

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Teaserbild-Quelle: Rossetti + Wyss/Jürg Zimmermann

Aus 36 Massivholzelementen wurde im zürcherischen Andelfingen eine neue Werkhalle für den Gewässerunterhalt wie ein Blockhaus zusammengesetzt - in nur vier Tagen. 330 Kubikmeter Fichtenholz verarbeitete die Holzbaufirma Erne. Das riesige Gebäude wurde ohne zusätzliche Fassadenverkleidung erstellt.

Da staunen manche Bauklötze: Inmitten der freien Natur, an idyllischer Lage direkt an der Thur und am Waldrand, steht seit Kurzem ein übergrosses Blockhaus aus Holz: 30Meter lang, 16,5 Meter breit, 10 Meter hoch, 475 Quadratmeter Nutzfläche. Es ist eine neue Werkhalle für den Gewässerunterhalt. Der Kanton Zürich hat sie auf dem Werkhofareal Neugut des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft in Andelfingen erstellt. Der Regierungsrat hatte für den Bau einen Kredit von 1,45 Millionen Franken gesprochen.

Mit dem Bauwerk sei ein „Kindheitstraum verwirklicht“ worden, sagt Architekt Mark Aurel Wyss vom Büro Rossetti + Wyss in Zollikon: „Bauen in der Einfachheit der Holzklötzchen für Kinder, ein Elementstapel, zusammengesetzt, geschichtet, mit geringsten Verbindungsmitteln.“ Der Bau besteht aus 36 Massivholzelementen. Diese wurden von der Holzbaufirma Erne im aargauischen Stein vorgefertigt.

So konnte die Holzkonstruktion nach elfmonatiger Planungs- und Produktionszeit in nur vier Tagen auf einer Betonbodenplatte aufgeschichtet und zusammengesetzt werden. Dabei wurden nach Angaben der Firma 256 Kubikmeter Schweizer Holz als Brettschichtholz und weitere 72 Kubikmeter als Plattenmaterial verbaut. Die CO2-Bilanz fällt denn auch positiv aus, und auch die Nachhaltigkeit ist gewährleistet. Die verwendete Gesamtmenge an Holz wachse im Schweizer Wald in nur 18 Minuten nach, rechnet das Unternehmen vor. Die Halle wurde aus massiven Leimholzbindern ohne zusätzliche Fassadenverkleidung erstellt, wie das federführende Hochbaumt des Kantons Zürich festhält. (stg)

Den vollständigen Artikel lesen Sie im Baublatt Nr. 30 vom 24. Juli