Eine neue Stadt in der Stadt

Eine neue Stadt in der Stadt

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Der Winterthurer Stadtrat präsentierte die Leitlinien für ein neues Stadtquartier auf dem 48 000 Quadratmeter grossen ehemaligen Werk 1. Für den letzten und grössten Teil des Winterthurer Sulzerareals Stadtmitte, der noch nicht umgenutzt ist, liegt der öffentliche Gestaltungsplan nun vor.
 
zvg
Quelle: 
zvg
Auf dem Sulzerareal Stadtmitte soll ein neuer Stadtteil mit urbaner Mischnutzung und hoher Dichte realisiert werden.
 
Auf dem Sulzerareal Stadtmitte soll ein neuer Stadtteil mit urbaner Mischnutzung und hoher Dichte realisiert werden. Der Stadtrat und die Grundeigentümerin Implenia haben sich weiter darauf geeinigt, dass die Stadt die Halle 53 erwirbt zum Vorzugspreis von 4,5 Millionen Franken.
Die Stadt will nun mit Winterthur Tourismus, der Standortförderung Region Winterthur, der ZHAW, Nachbarn und weiteren Anspruchsgruppen ein Nutzungs- und Betriebskonzept entwickeln.
 
Der Gestaltungsplan Werk 1 sei die Basis dafür, dass auf dem Areal ein lebendiger und attraktiver Stadtteil entstehen könne, teilte die Stadt mit. Dieser Stadtteil orientiere sich an der Nachhaltigkeit, was für die soziale Durchmischung, die Energieversorgung, den Umgang mit schutzwürdigen Bauten, die Qualität der Freiräume und Neubauten sowie die Bewältigung des Verkehrs gilt. Die Freiräume sollen weitgehend den Fussgängern und Velofahrer vorbehalten sein. Ein Mobilitätskonzept sieht für Autos und Motorräder in Spitzenzeiten eine Obergrenze von 200 Fahrten pro Stunde vor. Zudem dürfen im Werk 1 maximal 630 Parkplätze erstellt werden; diese müssen unterirdisch angelegt und bewirtschaftet werden.
 
Bei voller Ausschöpfung des Wohnanteils werde Wohnraum für rund 1000 Einwohner und 5000 Arbeitsplätze geschaffen, heisst es in der Mitteilung. Bei der Realisierung des minimalen Wohnanteils seien es 500 Einwohner und 6500 Arbeitsplätze. Mit dem Hochhausbonus könnten entweder Raum für zusätzliche 550 Einwohner oder zusätzliche 2000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Mindestens 30 Prozent der Wohnfläche müssen für gemeinnütziges Wohnen und preisgünstiges Wohnen für Personen in Ausbildung reserviert werden. (tst/sda)