Eine Metro für Luzern

Eine Metro für Luzern

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Teaserbild-Quelle: zvg
Keine Reisecars auf dem Schwanen- und dem Löwenplatz mehr sowie weniger Individualverkehr in der Luzerner Innenstadt. Damit werben die Initianten der „Metro Luzern“. Sie wollen mit einer Untergrundbahn die Leuchtenstadt verkehrstechnisch beruhigen, indem sie den Stadtrand beim Autobahnanschluss A2/A14 Emmen Nord mit dem Zentrum verbinden. Kosten soll das Projekt 400 Millionen Franken.
 
 
Das ÖV-Projekt sieht im Gebiet Ibach nahe der Kehrichtverbrennungsanlage zwei Parkhäuser für 3500 Autos und 80 Reisebusse vor. Von dort soll eine zweispurige Metro zum rund zwei Kilometer entfernten Schwanenplatz fahren. Unter dem Luzerner Kantonsspital sind eine Zwischenstation und ein Notausgang vorgesehen. Die Fahrt im acht Meter breiten und sechs Meter hohen Tunnel soll drei Minuten dauern. Den Initianten – dem Immobilienverwalter Franz Zihlmann (Ruswil), Bauplaner Marcel Sigrist (Luzern) und dem auf Parkhäuser spezialisierten Bauleiter Marcel von Arx (Luzern) – schwebt ein 24-Stunden- Betrieb vor, tagsüber soll die Bahn im 5-Minuten-Takt verkehren.
 
In der Machbarkeitsstudie werden die Kosten auf 400 Millionen Franken geschätzt. Diese sollen von privaten Aktionären finanziert werden. Auch eine Beteiligung der öffentlichen Hand ist laut den Initianten möglich. Sie rechen mit einem Jahresumsatz von 34 Millionen Franken und mit positiven Geldflüssen von 20 Millionen Franken ab dem sechsten Betriebsjahr.

Gespräche mit dem Astra

Gemäss eigener Aussage führten die Initianten bereits Gespräche mit dem Bundesamt für Strassen (Astra), den Uhrengeschäften Bucherer und Gübelin beim Schwanenplatz, dem Kantonsspital sowie Behördenvertretern von Kanton und Stadt. Die Reaktionen seien positiv gewesen.
 
Realisiert werden soll das Projekt in den nächsten vier bis fünf Jahren. Nötig sind neben Landerwerben und Baurechten auch Zonennutzungsänderungen im Bereich der Parkhäuser. Für die Metro sind Unterbaurechte von Privaten und der Stadt nötig. Die Initianten wollen noch im 2013 mit den Vorprojektarbeiten beginnen. (sda/aes/mai)