Eine Laube für Elfen und Pflanzenfreunde

Eine Laube für Elfen und Pflanzenfreunde

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Teaserbild-Quelle: zvg
Der filigrane Würfel sieht eher wie die Wohnstätte einer Elfenkolonie aus, als wie ein Gartenpavillon. Der Grund: Das aussergewöhnliche, kleine Bauwerk soll den Besuchern der diesjährigen Chelsea Flower Show die Struktur von Pflanzen nahe bringen.
 
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Trotz seiner mystischen Aura hat das Aussehen des Pavillons einen sehr diesseitigen Hintergrund: die Zellstruktur von Pflanzen.
 
Konzipiert hat es der britische Landschaftsarchitekt Marcus Barnett in Zusammenarbeit mit dem Londoner Büro NEX Architects. Die an Geäst erinnernden Wände der Laube haben ihr Vorbild in der Zellstruktur von Blättern: Ihre hölzernen Verstrebungen sind als Adern gedacht, die Zwischenräume sind mit Zellen aus lichtdurchlässigem Plastik gefüllt. Diese haben die Funktion von Kapillarrohren, die bei Regen das Wasser direkt in die Erde leiten. Dank dem Projekt habe er viel über Pflanzen gelernt, sagt NEX-Gründer Alan Dempsey. «Vor allem auch über die Biologie und Mathematik des Pflanzenwachstums.» Zumal das endgültige Aussehen des Kubus genau genommen nicht von Menschen sondern von einem Computer entworfen wurde: Die Architekten nutzten dafür Algorhythmen die das Wachstum von Pflanzen simulieren. (mai)