Ein Zuhause für ausserirdisches Gestein

Ein Zuhause für ausserirdisches Gestein

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So könnte das Gebäude dereinst aussehen, an der Architektur des Gebäudes wird an der TU-Wien gearbeitet. (HB2, TU Wien) 1/4

Weil sie Spuren von unbekanntem Leben enthalten könnten, gelten Gesteinsproben aus dem All als potenzielle Biogefährdung.

Beispielsweise solche, die auf Marsmissionen gewonnen worden sind. Obwohl es für die Aufbewahrung derartiger Mineralien spezielle Infrastrukturen braucht, gibt es weltweit noch keine entsprechende Einrichtung. Mit Euro-Cares (European Curation of Astronomaterials Returned from Exploration of Space) soll sich dies ändern. Dabei handelt es sich um ein EU-weites Projekt, das die Entwicklung einer derartigen Stätte zum Ziel hat.

Demnächst soll es konkrete Formen annehmen: Seit 2016 arbeitet ein fachübergreifendes internationales Team an einem Designkonzept für ein solches Gebäude. Es soll noch in diesem Jahr präsentiert werden. Zu stehen kommen könnte das einzigartige Bauwerk in Österreich, wie das Naturhistorische Museum Wien (NHM) in einer Medienmitteilung schrieb. Das Museum beteiligt sich neben anderen Institutionen, wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Londoner Museum of Natural History und dem italienischen National Institute für Astrophysics, an dem Projekt. Eine solche Einrichtung sei nötig um die Weltraumforschung fortsetzen, erklärt Ludovic Ferrière vom NHM, der unter anderem die Meteoritensammlung des NHM mit kuratiert.

Partner des ambitionierten Bauvorhabens sind unter anderem die japanische Raumfahrtagentur Jaxa, die Nasa und die TU-Wien. (mai)