Ein Windrad, das wie eine Tragfläche funktioniert

Ein Windrad, das wie eine Tragfläche funktioniert

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Teaserbild-Quelle: Bild: DLR

So wie die Flächen von Flugzeugflügeln bei Start und Landung vergrössert werden, um den Auftrieb zu verändern, sollen auch Rotorblätter von Windrädern wandlungsfähig werden. Deutsche Forscher haben die Idee entwickelt.

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Dank ausfahrbarer Klappen sollen Rotorblätter künftig bei schwachem Wind mehr Angriffsfläche bieten und damit mehr Ertrag herausholen können.

Der Forschungsverbund Windenergie, in dem Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik Nordwest in Bremerhaven (IWES) und ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Unis Oldenburg, Hannover und Bremen zusammenarbeiten, hat Ideen entwickelt, um Rotorblätter von Windanlagen anpassungsfähig zu machen. Dies berichtet die News-Plattform ingenieur.de.

Sie sind der Luftfahrt entlehnt: Wenn ein Flugzeug startet oder landet, werden die Flächen der Flügel mittels Landeklappen vergrössert, um den Auftrieb zu verändern. Über diese Fähigkeit sollen künftig auch Rotorblätter von Windrädern verfügen. Die Forscher haben Ideen für ein Blatt entwickelt, an dessen Hinterkanten sich Klappen befinden. Bei niedrigen Windgeschwindigkeiten können sie ausgefahren werden, um dem Wind eine grössere Angriffsfläche zu bieten. Bläst er zu stark, werden die Klappen wieder eingefahren. Auch am Vorflügel wollen die Forscher Klappen anbringen – so wie bei der Vorderkante eines Flugzeugsflügels, der über ausfahrbare Klappen verfügt, die die Landeklappen ergänzen.

Die Forscher erwarten eine signifikante Ertragssteigerung bei solchen Rotorblättern. Nachdem das vom Bundesministerium für Wirtschaft mit zwölf Millionen Euro geförderte Projekt kürzlich ausgelaufen ist, hofft man nun, dass die theoretischen Flügel gebaut und in der Praxis getestet werden können. (mt/pd)