Ein Wasserfilter wie Teig

Ein Wasserfilter wie Teig

Gefäss: 

Sie sind süss, für manche Schleckmäuler unwiderstehlich und ihr hauchdünner viellagiger Teig lieferte die Vorlage für ein neuartiges Filterpapier: Baklava.

Der sogenannte Mille-Feuille-Filter besteht aus unzähligen Schichte aus Zellulose-Nanofasern, der Struktur eines Blätterteigs nachahmt. Entwickelt wurde er  von Forschern der Universität im schwedischen Uppsala.

Ganz neu ist ihre Kreation allerdings nicht: Bereits vor zwei Jahren gelang ihnen ein vergleichbares Zellulosefilterpapier. Dieses konnte zwar grosse Viren wie den Influenza-Virus aus dem Wasser entfernen, nicht aber kleinere, die besonders resistent gegen Chlor sind. Bei der verbessern Version des Filters gelingt dies nun. Die Forscher wollen ihre Kreation nun weiter perfektionieren. „Unser Ziel ist es, ein Filterpapier zu entwickeln, das so sogar die resistentesten Viren aus dem Wasser filtern kann“, sagt Nanotechnologie-Professor und Studienleiter Albert Mihrayan. Es solle so einfach sein, „wie Kaffee kochen“.  Weil sich ihr  Filterpapier kostengünstig und auf umweltfreundliche Weise herstellen lässt, glauben die Wissenschafter, dass ihre Kreation weltweit eingesetzt werden könnte.

Krankheiten, die über verdrecktes Wasser übertragen werden, gehören zu den weltweit häufigsten Todesursachen. Unter diesen leiden besonders kleine Kinder. Die gefährlichen Erreger werden häufig mit Chlor unschädlich gemacht. Weil sie aber so winzig sind, ist es sehr schwierig, sie gänzlich herauszufiltern. (mai/mgt)