Ein «Superblock» für das Sulzerareal

Ein «Superblock» für das Sulzerareal

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Teaserbild-Quelle: zvg
Die alten Industriehallen auf dem Winterthurer Sulzerareal sollen abgerissen und an ihrer Stelle ein Bürogebäude errichtet werden, der «Superblock». Damit will man neue Räume für die Stadtverwaltung schaffen.
 
 
Künftig soll die Winterthurer Stadtverwaltung, die derzeit auf 25 Orte in der Stadt verteilt ist, an einer einzigen Adresse zusammengefasst werden. Dafür standen ursprünglich zwei Standorte zur Diskussion: entweder das Sulzerareal im Stadtzentrum oder das Grüzefeld. Schliesslich fiel der Entscheid zugunsten des Sulzerareals. Ausschlag dafür gab seine zentrale Lage. Es sei aus allen Stadtkreisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Zudem grenze es an die Altstadt und den Hauptbahnhof, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Winterthur. – Für das Projekt «Superblock» zeichnet das Büro Krischanitz & Frank Architekten aus Wien verantwortlich.

Wirtschaftspolitische Gründe

Für das Sulzerareal sprechen auch wirtschaftspolitische Gründe. Geplant ist, neben der Stadtverwaltung auch einen Teil der Mitarbeiter der Axa-Winterthur im neuen Verwaltungsgebäude unterzubringen. Die Stadtverwaltung würde den nördlichen und der Versicherungskonzern den südlichen Teil des Neubaus belegen. Als Investorin für den gesamten Gebäudekomplex tritt die Axa-Winterthur auf. Von diesem gemeinsamen Projekt verspricht sich die Stadt für das ehemalige Industriegelände eine städtebauliche Signalwirkung.
 
Läuft alles nach Wunsch, wäre die Zusammenfassung der Stadtverwaltung bis 2014 realisierbar. Der Stadtrat erwartet vom Projekt eine Verbesserung seines Finanzhaushalts von jährlich 2,5 bis 3,2 Millionen Franken.
 
Nach dem Standortbeschluss will der Stadtrat für die Umsetzung einen Projektantrag an den Grossen Gemeinderat zuhanden der Volksabstimmung ausarbeiten. Das Stimmvolk soll dann im kommenden Jahr über das Projekt entscheiden. (mai)

 

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